Der Hochzeitsfotograf

Heute war ich also für einen Tag in München bei Calumet. Diese hatten zusammen mit dem Reflektor-Hersteller California Sunbounce den amerikanischen Hochzeitsfotografen Mike Larson zu einem eintägigen Workshop zum Thema “Verfügbares Licht nutzten” eingeladen.

Daraus ist viel mehr geworden. Mike berichtete über seine Erfahrungen als Hochzeitsfotograf, seinen Umgang mit Kunden, der Nachbearbeitung, seinem Workflow und vieles mehr. Dabei legte er noch eine Stunde drauf und der Workshop ging somit von 10 Uhr bis 17 Uhr. Ein weibliches Braut-Model war zum letzten Drittel auch anwesend, um Beleuchtungsmöglichkeiten und -ansätze zu erläutern.

Interessant war, dass Mike gar nichts von der Theorie des “Focus than recompose” hält. Mit dieser Technik ist das Scharfstellen und Merken dieser Einstellungen in der Kamera und das darauffolgende Ändern des Blickwinkels/Ausschnittes gemeint. Auch interessant: er schießt 99% seiner Hochzeiten in jpg-Format, nicht im RAW-Format. Hintergrund: weniger Speicherplatzverbrauch. Und er sagt: RAW ist für diejenigen gut, die die Belichtung und ähnliches nicht gleich auf den richtigen Punkt bekommen. Er nutzt die Vorteile von RAW nicht, da er im Nachhinein nur wenige Anpassungen am Bild vornimmt (siehe auch sein Kommentar zu diesem Beitrag). Die Anzahl an Bildern liegt bei ihm pro Stunde bei etwa 600 Stück. Er zeigte uns eine Beispielhochzeit, dort hatte er knapp 6000 Bilder gemacht. Nur er, ohne seinen zweiten Fotografen.

Update: Da es einige Verwirrungen um meine Formulierungen gab, empfehle ich die Kommentare zu diesem Beitrag zu lesen. Außerdem habe ich eine Aussage etwas anders formuliert.

Hier noch ein paar Bilder des Workshops:

How to hold a reflector?

Mike at Presentation

The model in position

In Action

In focus

The bride model I

The bride model II

Neutral

The smile

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11 Kommentare

  1. @Mike: to clarify my point: i havn’t seen your talk in person, i was just reading this blog-entry. From what i’ve read i though: “he is wrong when he is telling, that RAW is only something for those guys, who are not able to get the exposure right”

    I’m glad to read, that this was only a joke or a misunderstanding. I completely understand, that with tons of pictures/year one has to decide if RAW really is needed or if speed (workflow) and save disk-space is worth more.

    If for you JPG works well, i have no problem with that. I only don’t like to hear photographers telling students, that RAW is “for beginners” or “for those unable to get exposure right” – because it’s not. RAW has great advantages in many situations and i would recommend every photographer should really try RAW and see the advantages. THEN decide if this will slow down workflow too much or if it makes another workflow possible.

    I’m not blaming you personally – how could i? I never met you… yet :) Munic is bit too far away from me but maybe one day we will see us in person, drink a beer and laugh about that – cause in the end: It’s the result that counts.

    Have a nice day.
    Boris

  2. Hi Mike! Thanks for your comment. As in every language the same words can be ambiguous… but I think we´ve clarified that point :-)

  3. Also nur um sicherzustellen, dass jeder versteht, RAW is awesome, und vor allem, wenn Sie Ihre Aufnahmen nicht perfekt sind, können Sie die besten Töne aus RAW-Dateien ziehen mehr als jpeg. 100% der whats auf meinem Blog und Websites sind jpeg, funktioniert es für mich, und mit dem Schießen 350.000 Bildern pro Jahr und 50 Rahmen sprengt, muss ich jpeg, plus mit Schuss Folien, schieß ich direkt an der 1. Zeit.

    Boris, tut mir leid, wenn Ihr diese Stelle hat Sie gestört fühlen, und Ihre willkommen fühlen disqualifizieren, was ich sage, aber ich begrüße Sie sich an, Person unterhalten, und ich würde gerne meine Leidenschaft für die Aktien, warum ich nach München, um Aktien Hilfe kam mit Fotografen, zu wachsen und sich mit ihnen befreundet. Das heißt, wenn Ihr nicht noch böse aus dem RAW-Missverständnis. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag und denken Sie daran, wenn die Flut steigt, alle Boote schwimmen, als eine Gemeinschaft, können sich gegenseitig helfen, zu wachsen und voneinander zu lernen.

    Ich habe Google Translator auf diese zu übersetzen.

  4. 450.000 fotos/jahr … 21mpix dateien :-)

  5. na – ich war nicht selbst dabei und habe nur diesen Beitrag hier lesen können.
    Wenn es so ist, wie in den anderen Kommentaren dargestellt, dann geht es in Ordnung. Wenn die RAW-Vorteile für IHN nicht relevant sind und Geschwindigkeit und Speicherplatzersparnis größere Vorteile bringen (kann ich mir sehr gut vorstellen), dann ist das ein guter Grund bei JPG zu bleiben.

    Ich las nur den Beitrag und bin auf die zitierte Aussage angesprungen weil sie so häufig (eben auch abfällig) getroffen wird.

  6. Diskussion gab es keine zu dem Thema. Nicht mal er hat es selbst angerissen, sondern es war eine Frage aus dem Publikum, ob er jpg oder RAW shootet. Antwort: 99% jpg. Grund: er braucht/nutzt die Vorteile von RAW zu selten.

  7. Zitat aus erstem comment: “Die Aussage: “RAW ist für diejenigen gut, die die Belichtung und ähnliches nicht gleich auf den richtigen Punkt bekommen” disqualifiziert ihn für mich. Diese Arroganz oder Ignoranz höre und lese ich immer wieder und sie ist so dermaßen falsch.”

    na dann werd ich das wohl nicht verstanden haben…. Fakt ist: es gab keine RAW vs. Jpg Diskussion und er benutzt es in schwierigen Lichtsituationen selbst und er hat keine Fotografenqualitäten mit der Verwendung des formats in Verbindung gebracht.

  8. Ich habe das noch recht genau in Erinnerung, dass er sagte, RAW ist für die Personen sicherlich interessant, die nicht gleich das gewünschte Ergebnisse von Ihren Fotos bekommen, bzw. in Nachbearbeitung noch einiges ändern wollen. Arroganz? Ich hoffe nicht, dass ich das geschrieben habe oder angedeutet habe! Ich finde Mike sehr nett und kein bisschen arrogant. Er weiß halt, was er tut und hält seinen Weg für ihn selbst als richtig. Hat aber deshalb die anderen Möglichkeiten nicht disqualifiziert.

  9. Ich weiß nicht ob das ein sprachproblem war aber er hat das mit RAW/ jpg so wie im Artikel beschrieben nicht gesagt. Auch nicht ansatzweise!! Für ihn ist jpg besser weil er die Vorteile von RAW nicht nutzen muss/will.
    Und aroganz kann ihm keiner nachsagen. Schon gar nicht wenn man ihn nicht erlebt hat.
    Grüße ingoman

  10. Ich denke auch, es geht ihm auch um den Ansatz: Shit in, shit out. Mache das Bild von Anfang an gut, dann musst Du nicht so viel am Schluss rumtun, es zu “verbessern”. Nachdem er auch bereits seit fünfzehn Jahren fotografiert, seit dreizehn Jahren Hochzeiten, kennt er die frühere Arbeitsweise mit Film. Ich könnte mir vorstellen, er versucht dem nahe zu kommen. Ich möchte ihn nicht verteidigen, nur versuchen, zu erläutern, was er an Infos und zwischen den Zeilen rübergebracht hat.

  11. Die Aussage: “RAW ist für diejenigen gut, die die Belichtung und ähnliches nicht gleich auf den richtigen Punkt bekommen” disqualifiziert ihn für mich. Diese Arroganz oder Ignoranz höre und lese ich immer wieder und sie ist so dermaßen falsch.

    Ich habe nichts dagegen, wenn jemand JPG bevorzugt, aus welchen Gründen auch immer, denn es gibt da durchaus sehr gute Gründe für. Die Belichtung “gleich auf den richtigen Punkt” zu bekommen ist aber genau kein Grund. Als Trainer/Lehrer/Vortragender hätte er sich diese Unwahrheit eher verkneifen sollen.

    Ich vermute, es geht ihm vorrangig um den geringeren Speicherplatz und die schnellere Verarbeitung beim späteren aussortieren. Auf umfangreichere Bearbeitungen wird er vermutlich schon aus Zeitgründen verzichten. Andere Hochzeitsfotografen sind froh die RAWs zu haben weil sie so später selbst entscheiden können, WELCHE 256 Abstufungen für jeden Farbkanal sie haben möchten und weil sie problemlos eine ganze Serie in eine andere Farbstimmung tauchen können.