Fazit CSI-Bilderserie

Gerade einen Monat ist es her und es kommt mir wie Ewigkeiten vor. Klar in dem einen Monat ist viel passiert, sowohl auftrags-, als auch Eeuipmenttechnisch. Und heute, da ich das schreibe, habe ich schon wieder ein Riesen-Fotoshooting hinter mich. Um nochmal kurz zusammenzufassen:

Wir waren Anfang Oktober mit einem Team von ingesamt neun Leuten unterwegs, um einen ganzen Tag zu shooten. Ziel war es, eine Bilderstory zu produzieren, die vorab lose in einem Skript mit Beispielbildern, Stylingvorgaben und Locations festgehalten wurde. Das Team bestand aus fünf Models, einer Visagistin, zwei Autobesitzern und gleichzeitig Assitenten und mir.

Die positiven Dinge:

  • Zeitvorgabe wurde bis auf eine Stunde Überziehung eingehalten
  • Alle geplanten Szenen wurden realisiert
  • Die Story wurde vernünftig zu Ende gebracht
  • Die Models entsprachen vom Typ und dem Ausdruck absolut den Vorgaben

Im Grunde ein gelungenes Shooting. Doch einige “Lessons learned” gibt es schon daraus:

  • Storyskript noch genauer im vornherein entwickeln. Eventuelle aufzunehmende Szenen zeichnen oder malen. Zwar ist es manchmal kreativitätshemmend, wenn die zu realisierende Story von vornherein feststeht. Jedoch stelle ich jetzt, nach der zweiten großen realisierten Story fest, dass dadurch eventuelle Logik- und Stylinglücken in der Story von vornherein größtenteils ausgeschlossen werden können. Auch ist den Models klar, wie lange ihr Part ist und was sie zu spielen haben. Dies war bei beiden Fotoshootings (das zweite war die Geschichte “Der Cowboy und das Mädchen” im April diesen Jahres) kein Problem, da alle Beteiligten flexibel waren und viele Köpfe mitgedacht haben. Dies hätte oder kann aber auch anders laufen.
  • Mehr Zeit für die Visagistik und Styling einplanen! Ich glaube es kaum, dass ich das (leider) schon wieder schreiben muss. Aber es ist tatsächlich so. Rahmen für eine ordentliche Visagistik ist bei Männern (mit einigermaßen kurzen Haaren) eine halbe Stunde, bei weiblichen Models, mit Haaren 1 1/2 Stunden, ohne Haare etwa 45 Minuten. Hinzu kommt: regelmäßiges Abpudern! Auch wenn das Model sagt, es schwitze nicht: immer wieder an der Kamera kontrollieren. Am besten auf die Nase oder Stirn reinzommen, dort ist es am besten zu sehen. Und für Stylingwechsel (z.B. neues Outfit) gilt die gleiche Zeit nochmal.
  • Stylingvorgaben: bei den meisten Produktionen wird kein eigener Requisiteur zur Verfügung stehen. Deshalb: so genau wie möglich die Kleidung, das Make-Up, den Haarschnitt, Fingernägel, usw. beschreiben. Kleines Beispiel vom diesem Shooting: eines der Models hatte zwar eine eng sitzende, farblich genau passende Jeans für das Shooting mitgebracht. Und dieses sah, in Verbindung mit den anderen geforderten Accessoires nicht besonders gut aus. Aber das war nicht die Schuld des Models. Ich hatte es im Styling-Guide einfach nicht genau genug beschrieben.
  • Die letzten beiden Punkte sind Technik und Location. Ich fasse sie zu einem zusammen, denn am Shootingtag selbst hat man darauf kaum mehr Einfluss. Für die Technik gilt: ich habe alles dabei , was ich habe. Das, was ich daheim lasse, brauche man dann ganz sicher. Und natürlich: alles auf Funktionsfähigkeit prüfen. Sowohl vor dem Shooting als nach dem Shooting. Und nicht den letzten Schritt vergessen: genau überlegen, welche Technik am anffälligsten war, nicht ordentlich funktioniert hat oder gefehlt hat. Für nächste Shooting: kaufen oder mieten. Bei mir waren das die Funkauslöser.
  • Letzter Punkt: Location. Diese möglichst kurz vor dem Shooting anfahren und nochmal checken. Ist alles noch so, wie man es sich vorstellt? Vor allem Vegetation kann schnell einem ein Strich durch die Rechnung machen. Was im Herbst toll aussah, kann im Winter richtig doof wirken. Bei mir war es, wie bereits kurz erwähnt, das Wasserwirtschaftsamt, welches vier Tage vor Shootingbeginn das Wasser der zweiten Location, des Rothsees um sieben Meter abgelassen hat. Die Location war sozusagen fast weg! Eine Woche vor Shooting war ich noch dort. Da war natürlich alles in Ordnung.
  • So, das war jetzt einiges an Text. Viel Spaß beim eigenen Shooting, hoffe es hilft.

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