In einigen der nächsten Ausgaben der Club-Zeitschrift “Fotonews” des Fotoclubs Schwabach werden von einer von mir verfassten, vierteiligen Artikelserie zum Thema “Themen-Fotoshootings realisieren” erscheinen. Die einzelnen Segmente werden folgende Bereiche umfassen: Vorbereitung – Technik – Shooting – Nacharbeit.
Hier schon einmal vorab der erste Teil der Serie. Viel Spaß beim Lesen!
Themen-Fotoshootings realisieren
Teil I – VorbereitungVon den Redaktion der FotoNews wurde ich gebeten, einige Beiträge für die Ausgaben unserer Club-Zeitschrift zu schreiben. Richtig gelesen, nicht nur ein Beitrag, sondern gleich mehrere.
Der Hintergrund: seit diesem Jahr realisiere ich etwa alle vier Monate neben meinen üblichen Fotoshootings im Mode-, Lifestyle- und Fashion-Bereich auch Projekte, die ein festes Oberthema, ein großes Team und einen planersichen Zeitaufwand von gut vier Wochen haben, mit teils vier Monaten Vorlauf. Als Beispielprojekt möchte ich das im April durchgeführte Shooting unter dem Thema “Der Cowboy und das Mächden” nehmen, jedoch auch Erfahrungen aus den anderen Projekten einfließen lassen. Alle Bilder hierzu sind unter flickr zu finden.
Ich werde deshalb an dieser Stelle heute und die nächsten Male kurze Berichte zu den Punkten “Vorbereitung”, “Technik”, “Fotoshooting” und “Nacharbeit” schreiben. Beginnen möchte ich mit den Vorbereitungen für ein solches Fotoshooting. Folgendes sind die Punkte, die vor dem Shoot feststehen (sollten). Ach, übrigens, ich habe auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Die beschriebenen Punkte sind meine Erfahrungen und meine Methoden, die für mich am besten funktionieren. Für jemand anderen mag das anders aussehen. Ich freue mich auf Fragen, Anregungen und Kritik.
- Termin und Dauer des Fotoshootings: Wann findet es statt? Wie lange benötigen wir? Speziell bei der Arbeit mit einer Visagistin und/oder einer Stylistin sollte großzügig Schmink/Frisur/Kleiderwechsel-Zeit eingeplant werden. Als grobe Richtung: pro Styling, pro Model etw 45 Minuten bis hin zu 1 1/2 Stunden.
- Alle Beteiligten (in meinem Fall: Mehre Models, Visagistin, Stylistin, Autobesitzer des Oldtimers, Assistenten, meinereiner). Wichtig: alle Kontaktadresse der Personen besitzen und mit sich führen. Mit Handy-Nummer, E-Mail-Adresse und Postanschrift. Für die Kommunikation vor, während und nach dem Shooting.
- Orte des Fotoshootings: wo findet das Shooting statt? Wenn außerhalb, brauche ich Genehmigungen? Bei Locationwechsel viel Zeit einplanen, Ein- und Auspacken, Aufbauen der Technik und nicht zuletzt wieder die “Stimmung” finden, sollte nicht unterschätzt werden. Wenn möglich, keine oder nur ein Locationwechsel, das habe ich für mich gelernt. Was passiert bei Regen? Einige Tage vorher die Location besichtigen. Nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Mir geschehen bei einem Shooting am Rothsee: eine Woche vor Shooting war alles in Ordnung. Am Shooting-Tag selbst hatte dann das Wasserwirtschaftsamt den Wasserspiegel um mehr als sieben Meter abgelassen. Gelegentlich lassen sich solche Überraschungen vermeiden oder eine Ersatzlocation suchen.
- Skript: ganz wichtig! Je genauer vorher feststeht, was geshootet werden soll, wie die Stylings, die Kleidung, die Geschicht werden soll, desto reibungsloser läuft es am Shooting ab. Das Skript sollten alle Beteiligten vorher haben. Besser noch: es wird von den ein oder zwei maßgeblichen Personen ausgearbeitet und von den anderen verbessert. So ein Skript umfasst dabei leicht fünf bis zwanzig Seiten. Wer es ganz genau haben will: Szene für Szene beschreiben oder zeichnen. Für die Visagistin und/oder die Stylistin sind Beispielbilder hilfreich, auch Bilder der angedachten Locations oder der Requisiten helfen allen, sich auf das Shooting einzustellen.
Klar kann man sagen, dass so ein Skript die Kreativität einschränkt. Meiner Erfahrung tut es das nicht. An Fotoshootings, selbst mit geplanten Ablauf, bleibt immer genug Zeit und Raum, um kreativ zu sein und Spontan-Ideen umzusetzen. Und bei einem genauen Skript schleichen sich weniger Logik-Fehler in einer eventuell zu erzählenden Story ein.- Requisiten und Equipment-Liste: genauer werde ich davon nochmals im nächsten Beitrag “Technik” berichten. Aber eines hier schon vorweg: alle Essentielle und seien es noch so klare Dinge, gehören auf diese Liste. Bestes Beispiel: die Kameratasche daheim vergessen. Kein Witz, schon passiert. Den Kofferraum und das ganze Auto voll, aber das vergessen.
Das also die ersten Vorbereitungen zu einem meiner Fotoshootings. Freut Euch auf den zweiten Teil mit dem Thema “Technik”.
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil IV – Nacharbeit
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil III – Shooting
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil II – Technik
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Tags: Artikel, Fotografie, Grundsatz, Themenshoots
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Hallo Frank. Entschuldige die verspätete Antwort, musste erst auf der Rechnung schauen, wie das Material heißt. Ich habe hier Foamboard genommen, das ist eine Schaummasse mit auf beiden Seiten verstärkten schwarzen Karton. Eine DIN A2-Platte hat etwa 20 Euro gekostet. Zusammengehalten werden die einzelnen Teile mit Klettband.
Hallo Manuel,
sehr interessante und übersichtliche Zusammenstellung.
Wie hast du den Lichtschutz für den Laptop gebastelt, aus welchem Material ist das?
Gruß
Frank