Januar, 2010
13
Jan 10
Rezensent
Vor kurzem durfte ich für die Seite “Fotografr – Magazin für Fotografie” das Buch “Foto Index Places: Inspiration für Anfänger und Fortgeschrittene” rezensieren.
Wer ein Buch mit Ideenreichtum sucht oder einfach Interesse an der Rezension hat, sollte dort einmal vorbeischauen. Die Seite bietet alle möglichen interessanten Themen rund um die Fotografie.
10
Jan 10
Shooting vollbracht
Heute stand ein Fotoshooting in Nürnberg im 50er-Jahre/Film noir-Stil an. Nachdem es recht lang ging, hier nur das Gruppenbild, Making-Of-Bilder folgen…
An das Team: Vielen Dank an Euch lieben für den tollen Nachmittag!
Model: Satine Douce
Fotograf: Manuel Mauer von Fotografie Mauer
Stylistin: Susanne von Provoqué
Visa: Kassandra von Kamyara Jameson
Assistent: Thomas
7
Jan 10
Artikelserie zu Themenshoots – Teil I
In einigen der nächsten Ausgaben der Club-Zeitschrift “Fotonews” des Fotoclubs Schwabach werden von einer von mir verfassten, vierteiligen Artikelserie zum Thema “Themen-Fotoshootings realisieren” erscheinen. Die einzelnen Segmente werden folgende Bereiche umfassen: Vorbereitung – Technik – Shooting – Nacharbeit.
Hier schon einmal vorab der erste Teil der Serie. Viel Spaß beim Lesen!
Themen-Fotoshootings realisieren
Teil I – VorbereitungVon den Redaktion der FotoNews wurde ich gebeten, einige Beiträge für die Ausgaben unserer Club-Zeitschrift zu schreiben. Richtig gelesen, nicht nur ein Beitrag, sondern gleich mehrere.
Der Hintergrund: seit diesem Jahr realisiere ich etwa alle vier Monate neben meinen üblichen Fotoshootings im Mode-, Lifestyle- und Fashion-Bereich auch Projekte, die ein festes Oberthema, ein großes Team und einen planersichen Zeitaufwand von gut vier Wochen haben, mit teils vier Monaten Vorlauf. Als Beispielprojekt möchte ich das im April durchgeführte Shooting unter dem Thema “Der Cowboy und das Mächden” nehmen, jedoch auch Erfahrungen aus den anderen Projekten einfließen lassen. Alle Bilder hierzu sind unter flickr zu finden.
Ich werde deshalb an dieser Stelle heute und die nächsten Male kurze Berichte zu den Punkten “Vorbereitung”, “Technik”, “Fotoshooting” und “Nacharbeit” schreiben. Beginnen möchte ich mit den Vorbereitungen für ein solches Fotoshooting. Folgendes sind die Punkte, die vor dem Shoot feststehen (sollten). Ach, übrigens, ich habe auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Die beschriebenen Punkte sind meine Erfahrungen und meine Methoden, die für mich am besten funktionieren. Für jemand anderen mag das anders aussehen. Ich freue mich auf Fragen, Anregungen und Kritik.
- Termin und Dauer des Fotoshootings: Wann findet es statt? Wie lange benötigen wir? Speziell bei der Arbeit mit einer Visagistin und/oder einer Stylistin sollte großzügig Schmink/Frisur/Kleiderwechsel-Zeit eingeplant werden. Als grobe Richtung: pro Styling, pro Model etw 45 Minuten bis hin zu 1 1/2 Stunden.
- Alle Beteiligten (in meinem Fall: Mehre Models, Visagistin, Stylistin, Autobesitzer des Oldtimers, Assistenten, meinereiner). Wichtig: alle Kontaktadresse der Personen besitzen und mit sich führen. Mit Handy-Nummer, E-Mail-Adresse und Postanschrift. Für die Kommunikation vor, während und nach dem Shooting.
- Orte des Fotoshootings: wo findet das Shooting statt? Wenn außerhalb, brauche ich Genehmigungen? Bei Locationwechsel viel Zeit einplanen, Ein- und Auspacken, Aufbauen der Technik und nicht zuletzt wieder die “Stimmung” finden, sollte nicht unterschätzt werden. Wenn möglich, keine oder nur ein Locationwechsel, das habe ich für mich gelernt. Was passiert bei Regen? Einige Tage vorher die Location besichtigen. Nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Mir geschehen bei einem Shooting am Rothsee: eine Woche vor Shooting war alles in Ordnung. Am Shooting-Tag selbst hatte dann das Wasserwirtschaftsamt den Wasserspiegel um mehr als sieben Meter abgelassen. Gelegentlich lassen sich solche Überraschungen vermeiden oder eine Ersatzlocation suchen.
- Skript: ganz wichtig! Je genauer vorher feststeht, was geshootet werden soll, wie die Stylings, die Kleidung, die Geschicht werden soll, desto reibungsloser läuft es am Shooting ab. Das Skript sollten alle Beteiligten vorher haben. Besser noch: es wird von den ein oder zwei maßgeblichen Personen ausgearbeitet und von den anderen verbessert. So ein Skript umfasst dabei leicht fünf bis zwanzig Seiten. Wer es ganz genau haben will: Szene für Szene beschreiben oder zeichnen. Für die Visagistin und/oder die Stylistin sind Beispielbilder hilfreich, auch Bilder der angedachten Locations oder der Requisiten helfen allen, sich auf das Shooting einzustellen.
Klar kann man sagen, dass so ein Skript die Kreativität einschränkt. Meiner Erfahrung tut es das nicht. An Fotoshootings, selbst mit geplanten Ablauf, bleibt immer genug Zeit und Raum, um kreativ zu sein und Spontan-Ideen umzusetzen. Und bei einem genauen Skript schleichen sich weniger Logik-Fehler in einer eventuell zu erzählenden Story ein.- Requisiten und Equipment-Liste: genauer werde ich davon nochmals im nächsten Beitrag “Technik” berichten. Aber eines hier schon vorweg: alle Essentielle und seien es noch so klare Dinge, gehören auf diese Liste. Bestes Beispiel: die Kameratasche daheim vergessen. Kein Witz, schon passiert. Den Kofferraum und das ganze Auto voll, aber das vergessen.
Das also die ersten Vorbereitungen zu einem meiner Fotoshootings. Freut Euch auf den zweiten Teil mit dem Thema “Technik”.
3
Jan 10
Kreativ werden und bleiben
Heute möchte ich mich mit einem Thema beschäftigen, welches essentiell und wirklich zentral für jeden Fotografen ist. Die Kreativität. Erstmal eine kurze Definition, was dies für mich bedeutet. Kreativ bin ich, wenn ich aus eigenem Antrieb heraus eigene Bildideen und Projekte entwickle und dies regelmäßig und stetig.
Und hier liegt auch schon das Problem: ständig und stetig kreativ zu sein ist schwierig. Aber nicht unmöglich. Und es betrifft jeden Fotografen. Selbst die Fotografen, welche “lediglich” Kundenvorstellungen erfüllen und umsetzen, werden früher oder später um eigene Ideen gefragt, beziehungsweise es wird verlangt. Und hier liegt auch der eigentliche Preis eines Fotografen: neben dem Handwerk, das er beherrschen muss und seiner Erfahrung, wird die Kreativität und deren Umsetzung bezahlt.
Nachdem ich die ersten Jahre eher mit dem Basis Handwerk und meiner technischen Ausstattung gerungen habe, ist in letzter Zeit immer stärker die Kreativität in den Vordergrund getreten. Denn stetige kreative Bildumsetzungen schlägt sich in erhöhter Aufmerksamkeit potentieller Kunden nieder, Zufriedenheit der Auftraggeber und schlussendlich der Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit.
Zur Erforschung des kreativen Prozesses und dessen Anregung, Lenkung und Steuerung gibt es mannigfach Literatur. Ich möchte hier meine Methodik vorstellen, wie ich kreativ bleibe. Die halbe Miete ist meines Erachtens eine gute Organisation der eigenen Ideen. Klingt seltsam, klappt aber.
1. Für alle folgende Punkte gilt: immer etwas zu schreiben/notieren bereit haben. Dies kann das Smartphone sein, ein Notizbuch, eine Schreibtischunterlage, Haftnotizen und vieles mehr. Ziel ist es, sobald mir etwas einfällt, dies aufzuschreiben. Und zwar sofort. Denn Kreativität ist (jedenfalls bei mir) flüchtig. Nachdem ich auch noch etwas vergesslich bin, habe ich nicht das eine Medium, welches ich für meine Notizen verwende: ich trage in sämtlichen Taschen ein kleines Notizbuch mit Stift mit mir herum, ich habe meinen ipod Touch für kurze Notizen, mein Handy und im Zimmer ein große beschreibbare, magnetische Tafel.
2. Ich nehme mir bewusst ein oder mehrmals in der Woche die Zeit, Bilder zu studieren, Videos zu schauen, Webseiten zu besuchen, Bücher zu lesen. Und dies nicht nebenher erledigen, sondern ausschließlich. Dazu reichen bereits zwei Stunden in der Woche, diese aber dann fest. Nicht: “…ach, heute muss ich noch schnell das erledigen…” oder ähnliches. Aber sich auch eingestehen, wenn man das Gefühl an dem Tag hat, nichts kreatives vollbringen zu können, dies auf den nächsten Tag zu schieben. Nur nicht komplett wegschieben. Falls mir während dieser Zeit eine gute Idee, eine Requisite, eine Location auffällt: Stopp und notieren. Dann weiter. Sehe ich interessante Bilder, speichere ich diese ungeordnet in einen “Ideenordner” direkt auf oberste Ebene auf meinem Computer für einen leichten Zugang. Sehenswerte Videos speichere ich ebenfalls.
3. In regelmäßigen Abständen führe ich alle meine Notizen in eine Quelle zusammen. Seit einigen Wochen ist das nun ein Mindmap. Mein Werkzeug der Wahl ist eine Mindmap-Programm, eine Freeware für den Mac namens Freemind. Dies kann auch jedes andere Programm oder auch eine andere Lösung sein.
Was mir jedoch positiv zuspielt: die leichte Einteilung von verschiedenen Ober- und Unterknoten, deren Verschiebung, Zusammenfassung und Neuordnung. Auch das schnelle Auf- und Zuklappen einzelner oder aller Knoten erleichtert den Überblick immens und lässt mich schnell von einem Oberpunkt zu einem gewissen Zweig schnell ins Detail navigieren. Ich gliedere derzeit wie folgt mein Mindmap. Wohlgemerkt, dieses ist erst etwa acht Wochen alt.

Auf diesem Wege kommen immer mehr Bruchstücke von Fotoshootings zusammen. Diese gruppiere ich grob nach Themen, etwa alle zwei Wochen. Wichtig: in meinem Mindmap verwalte ich nicht die tägliche oder wöchentliche ToDo-Liste, lediglich wenn ein Shooting kurz bevor steht, landen einzelne Aufgaben aus dem Mindmap in der täglichen Aufgabenliste.
Die Mindmap öffne ich etwa ein- bis zweimal in der Woche. Manchmal klappe ich nur die Knoten wieder auf und zu. Oft fliegen dabei auch ein oder mehrere Punkte heraus, neue kommen während der Betrachtung hinzu. Somit kristallisieren sich schnell Projekte heraus. Diese werden dann ebenfalls in das Mindmap aufgenommen. Die genau Ausarbeitung dazu erfolgt jedoch in einem anderen Medium, hierfür folgt demächst noch ein weiterer Post, der das Thema “Fotoshooting – Vorbereitung – Durchührung – Nachbereitung” behandelt.
4. Der letzte Punkt: immer eine Kamera dabei haben! Und ich meine nicht den kompletten Rucksack mit allen Objektiven und der schweren Kamera. Es reicht ein Kamerahandy, eine kleine Kompaktknipse oder ähnliches. Denn die Devise lautet: sehe ich etwas oder jemand interessante wenn ich gerade auf dem Weg zum Kunden bin oder eben Erledigungen mache: abdrücken. Dabei geht es nicht um das technisch perfekte Bild. Es kann verrauscht, falsch belichtet und was weiß ich noch was sein. Aber es erinnert mich an die echt coole Location, die ich da gesehen habe.
Ich hoffe, der Artikel war lesenswert und ein oder mehrere Punkte helfen Euch weiter. Ich freue mich auf Eure Rückmeldung.
2
Jan 10
Nicht verständlich
Ich freue mich ja, wenn ich Kommentare zu meinen Bildern und Videos bekomme. Leider kommen sie manchmal in fremden Sprachen, die ich nicht beherrsche. So zum Beispiel bei einem meiner YouTube-Videos. Klar kann ich in etwa den Sinn erraten. Ich hoffe jedoch, mit einem Online-Übersetzer etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Was dabei raus kam:
es ist Vater gut dein Video, in meinem Kommentar du deceo das Beste
mir hat die fotografische Sitzung viel und großer Trabajao des Modells Saludos seit Dallas Texas gefallen
Na, schlauer?
1
Jan 10
Die Pläne für 2010
Für mich ist immer schwer, eine Planung meiner Projekte für ein ganzes Jahr durchzuführen. Aber nur weil es schwierig ist, sollte ich nicht darauf verzichten.
Denn beim Fehlen einer mittel- bis langfristigen Planung gerate ich in Gefahr, kreativ auf der Stelle zu treten. Bereits 2009 hatte ich eine grobe Jahresplanung aufgestellt und es hat mir gut getan. Dabei war und ist mir wichtig, Projekte mit eher kurzfristigen Charakter und solche mit aufwendiger Planung gut zu mischen. Dabei ist gar nicht so wichtig, alle Projekte zu realisieren. Wenn ich mir die Planung vom letzten Jahr anschauen, haben sich einige geplante Shootings anders entwickelt, andere habe ich gar nicht umgesetzt und ein paar zusätzlich entwickelten sich aus dem laufenden Jahr heraus.
Ein wichtiger Punkt dabei ist natürlich auch, ständig kreativ und in Bewegung zu bleiben. Zu diesem Thema “Kreativ bleiben”, folgt im Laufe des Monats Januar ein Artikel. Nun aber zu den geplanten Projekten:
- Bereits Anfang Januar steht mein zweites Fotoshooting mit der Schneiderin Provoqué, der Visagistin Kamyara Jameson und dem Model Satine Douce an. Als Location steht eine alte, renovierte Klavierfabrik zur Verfügung. Thematisch werden wir uns im 50er/60er-Jahre-Stil.
- Das zweite große Projekt für 2010 wird von der Fertigstellung das ganze Jahr über laufen und in einer großen Aktion in 2011 münden. Ich möchte nicht zu viel verraten. Es sei jedoch gesagt: falls es klappt ist es sowohl kreativ als auch technisch sehr anspruchsvoll und sehr publikumswirksam für meine Arbeit
- In 2010 werde ich auch meine “Sport”-Shootings fortsetzen. Es wird eine zweite Auflage des “Jump”-Shootings mit den Trampolinspringern geben, außerdem wahrscheinlich noch ein bis zwei weitere Sportarten, je nachdem wie mir die Zeit langt. Eine Sportart davon spielt im Wasser, die andere hat mit schnellen Bällen zu tun. Ob die dritte Sportart zustande kommt, welche mit Tieren zu tun hat, kann ich noch nicht versprechen
- Ein paar Shootings werden wieder mit amerikanischen Autos zu tun haben. Hier werde ich drei Epochen/Settings bearbeiten: 80er-Stile, 60er-Stile und Moderne.
- Dazwischen wird es immer wieder ein paar “einfache” Fashion- oder Lifestyle-Shootings geben, je nachdem, wie ich es zeitlich einrichten kann. Das Problem dabei: die bisher genannten Shootings laufen alle auf reine Selbstkostenbasis. Hiermit verdiene ich keinen einzigen Cent. Und jedes freie Fotoshooting blockiert Zeit und Aufwand, die für meine Kunden investieren könnte. Nichtsdestotrotz werde ich diese Shoots mehr oder minder komplett durchziehen, um mich weiterzubilden, eigene Ideen zu verwirklichen und Zusammenarbeiten mit neuen und alten Bekannten auszubauen.
Nachdem iche immer wieder gefragt werde, ob man bei meinen Shootings zuschauen/mitarbeiten kann, hier ein paar Punkte, wie man sich einbringen kann:
- Ich habe immer gerne Begleitungen bei Fotoshootings dabei, denn es gibt genug zu tun. Dabei muss man nicht unbedingt einen fotografischen Hintergrund besitzen. Es reicht ein waches Auge, Hilfsbereitschaft und Motivation. Die Fotoshootings tendieren dabei von einer Stunde bis Ganztagesshootings, sie finden sowohl am Wochenende als auch unter der Wochen statt.
- Zwar habe ich durch ein paar Zusammenarbeiten in 2009 die eine oder andere Visagistin zur Hand, ich freue mich trotzdem über Stylisten, Visagisten, Make-up-Artists und Designer, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Es entstehen gute und solide Bilder für beide…
- Wer der Meinung ist, eine interessante Fotolocation bieten zu können, ist herzlich willkommen mir zu schreiben. Ergebnis sind repräsentative Fotos der eigenen Location für Eigenwerbung oder das persönliche Album. Wer mir eine der folgenden Locations bieten kann, hat ein Fotoshooting fast schon sicher: moderne, weiträumige, stylische Küche/Esszimmer; minimialitisch, modern eingerichtetes Haus/Wohnung; villenähnliches Haus mit schönem, schlichtem Garten/Grünanlagen
- Und zu guter letzt biete ich angehenden Fotografen gerne Einzelcoachings persönlich/über Instant Messenger über frei wählbare Zeiten und Themen. Vorstellbar ist On-Location-Fotografie, die eigene Arbeit in die Selbständigkeit bringen, Kreativität herausbilden und fördern, … zu anständigen Konditionen für beide an.
Für alle Punkte gilt: Fragen kostet nichts, ich beiße nicht und ich beantworte gewöhnlich alle ernsthaft gemeinte E-Mails. Mailt Eure Anfrage gerne an info@foto-mauer.de.
Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen: uns allen ein erfolgreiches Jahr 2010!




























