Bereits vor einiger Zeit habe ich für die Club-Zeitschrift FotoNews des Fotoclubs Schwabach eine vierteilige Artikelreihe zur Planung und Durchführung von Themen-Fotoshooting begonnen (hier nachzulesen). Der erste Teil beschäftige sich mit den “Vorbereitungen”, der zweite nun mit dem Thema Technik. Dieser erscheint die nächsten Tage zusammen mit den FotoNews, der Artikel ist heute bereits hier nachzulesen:
Themen-Fotoshootings realisieren
Teil II – TechnikIm zweiten von vier Teilen beschäftige ich mit dem großen Thema “Technik“. Dabei soll weniger die Wahl des Herstellers oder irgendwelcher Modelle im Vordergrund stehen, als die grundsätzlich richtige Ausrüstung für den geplanten Shooting.
Wenn ich ein Fotoshooting ordentlich vorbereitet habe und das Konzept steht, ergibt sich die benötigte und die nicht benötigte Technik von selbst. Ein Beispiel: wenn mein Konzept vorsieht, bei verfügbaren Tageslicht zu fotografieren, kann ich die Blitze theoretisch daheim lassen. Außer ich kalkuliere den Worst Case ein und an dem Shootingtag zeigt sich kein einziges Mal die Sonne und nur Gewitterwolken.
Um diesen Umstand einzuplanen kommen die Blitze doch mit und zusätzlich noch große Diffusoren für die Blitze. Die Erfahrung zeigt, dass die Ausrüstungsteile, die ich daheim lasse, mir am Schluss fehlen – zu einer hohen Wahrscheinlichkeit.Aber dass ich alle Technik im Kofferraum habe, heißt nicht, alle Technik auch einsetzen zu müssen. Wenn ein Fotoshooting in Szenen geplant wurde, ist der Schritt zur groben Festlegung der Beleuchtung, der Kameraposition der dazu benötigten Technik nicht mehr weit. Das kann soweit gehen, die genauen Beleuchtungsarten, -richtungen und andere Details bereits skizziert festzuschreiben.
Was ich damit sagen will: ich sollte nicht versuchen, meine beste Technik auf Biegen und Brechen einsusetzen, nur weil es das beste Objektiv ist, welches ich besitze. Und wenn diese Brennweite gar nicht zu den zu erreichenden Zielen passt?Ein wichtiger Punkt ist der Vorabtest. Da kaufe ich für das Fotoshooting neues Equipment, freue mich auf dessen Einsatz, nur um dann festzustellen, dass ich damit nicht zurecht komme, es nicht so funktioniert wie es soll oder wichtige Zubehörteile fehlen. Deshalb: Technik nie an wichtigen Aufträgen und Projekten ausprobieren. Die Technik muss am eigentlichen Tag, an dem es darauf ankommt, sitzen, getestet sein und funktionieren.
Womit ich immer rechnen muss: was ist, wenn ein Teil meiner Ausrüstung ausfällt oder gar nicht einsatzbereit ist? Gegen das „nicht einsatzbereit sein“ hilft das Durchtesten ein Tag vor dem Shooting und eine Packliste führen.
Gegen den Ausfall bestimmter Teile der Technik hilft nur das Mitführen von Ausweichlösungen. Für die Kamera bedeutet das: mindestens eine zweite Kamera. Auch für Blitze, Stative, Auslöser gilt das gleiche und es geht sogar noch so weit, das gleich für Requisiten, Locations und Teilnehmern. Aber dies sprengt den Rahmen des Themas „Technik“.Und das Ausweichequipment muss ich nicht immer mein Eigentum nennen. Meine ersten wichtigen Fotoshootings bestritt ich mit einigem geliehenen Equipment, um ein Backup zu haben. Auch spezielle Ausrüstungsgegenstände, die ich nur selten brauche, miete ich mir. Bestes Beispiel: einen Stromgenerator für die Visagistin vor Ort. Freie Felder, kein Strom. Mietgebühren: 25 Euro für ein Wochenende.
Zur Punkt „Technik“, beziehungsweise besser „Ausrüstung“ zähle ich auch die Requisiten und die Versorgung des Teams. Ja, richtig gehört, die Versorgung sowohl leiblich als auch seelisch. Denn nichts ist schlimmer als ein schlechtgelauntes, hungriges, durstiges Team oder auch nur einzelner Teammitglieder.
Somit gehört in mein Gepäck immer Wasser und Saft, oft Kaffee, Süßigkeiten, herzhaftes und Musik.Die verwendeten Requisiten, und damit meine ich alle Gegenstände, die auf den Bildern erscheinen, ergeben sich eigentlich auch aus dem Skript zum Fotoshooting. Trotzdem oder gerade wegen dieser Selbstverständlichkeit, führe ich die einzelnen Dinge nochmals in einer Liste auf.
Und somit endet der zweite Teil der Vierer-Reihe. Ich freue mich auf Eurer Fragen und Anregungen. Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Thema „Fotoshooting“.
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil IV – Nacharbeit
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil III – Shooting
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil I – Vorbereitung
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Tags: Artikel, Fotografie, Grundsatz, Themenshoots
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