Immer wieder bekomme ich Anfragen, wie ich denn mit den Bildermassen umgehen, wie ich diese verwaltet, sichte, bewerte und sichere. Deshalb versuche ich, auch diese Frage hier einmal zu beantworten.
Das Tool meiner Wahl ist seit Jahren Lightroom von Adobe, davor hatte ich bereits den Vorgänger von Lightroom, namens Raw Shooter Premium im Einsatz. Die Macher dieser Software wurden jedoch von Adobe übernommen und gingen (glücklicherweise) in Lightroom auf.
Lightroom ist nicht das beste Tool, sondern einfach das Tool, welches mir am meisten zusagt. Die beiden anderen bekannten Vertreter sind Aperture von Apple und auch nur für Apple-Plattformen und Bibble von Bibble Labs für Windows, Mac und Linux.
Die Ablage und Sicherung meiner Daten läuft wie folgt: die Lightroom-Datenbank liegt auf der internen Festplatte, die Bild-Dateien auf einer schnellen, via FireWire 800 angeschlossenen Festplatte. Beide werden stündlich via Time Machine auf ein NAS von Drobo gesichert. In dieses NAS passen vier Festplatten, drei Festplatten mit je zwei Terrabyte stecken schon darin. Hier sind Sicherungen von Monaten und Jahren verfügbar. Einmal im Monat werden eine momentane komplette Sicherung auf eine weitere externe Festplatte gesichert.
Diese Festplatte und auch alle weiteren, die ich nun erwähne, stecken nicht in ein Gehäuse, sondern liegen “blank” herum, lediglich mit einem großen Aufkleber drauf, mit deren Inhalt. Angesteckt werden diese über eine Docking Station von Sharkoon.
Diese Festplatten werden nur bei Bedarf angestöpselt. So werden auch beim Import die Bilder von Lightroom automatisch in Jahres, und Monats-/Tagesordner auf der Festplatte abgelegt. Am Ende eines Kalenderjahres sichere ich den jeweiligen Jahresordner auf die externe Festplatte. Zur Sicherheit doppelt auf zwei Festplatten.
Lightroom merkt sich dieses Verschieben der Bilder. Es hält weiterhin die Vorschauen vor, ein Blättern durch die weggesicherten Jahre ist weiterhin möglich. Erst bei einer nötigen Bearbeitung oder einem Export schließe ich die Festplatte kurz an.
Somit liegt auf der ständig angeschlossenen Firewire-Festplatte nur das aktuelle Jahr.
Nach dem Import eine Speicherkarte lösche ich meine Speicherkarten nicht sofort, sondern lasse diese noch etwa eine Woche liegen, ohne sie wiederzuverwenden. Dies setzt natürlich ausreichend Speicherkarten voraus, ist aber bei den heutigen Preisen von Speicherkarten wohl für die meisten kein Problem mehr.
Demnächst berichte ich davon, wie ich mit Lightroom meine vielen Bilder sichte, zur Bearbeitung auswähle und auch konsequent viele lösche.
Update: Aufgrund ein paar Nachfragen zu dem Bereich “wo legt Lightroom seinen Katalog, Einstellungen und sonstige Infos ab”, hier eine kurze Erläuterung dazu. Unter -> Lightroom -> Katalogeinstellungen kann man jederzeit nachschauen, wo der aktuell geöffnete Katalog abgelegt ist. In diesem Verzeichnis legt Lightroom je Katalog auch alle Einstellungen, Presets, Vorschauen und Plugins ab. Wenn man das konsequent beibehält, reicht es, dieses eine Verzeichnis zu sicher. Die Unterordner des Lightroom-Katologes sind sehr sprechend benamt, somit ist ein einfaches Zurechtfinden eine Kleinigkeit. Natürlich lässt sich auch der Speicherort ändern. Ich habe mir angewöhnt, den Katalog und die Bilder auf zwei getrennten Festplatten zu halten.
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Tags: Datenhandling, Lightroom, Sicherung, Workflow
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Ja, mittlerweile bei der 3er-Version alles aus Lightroom heraus. Du kannst es aber auch im Finder machen und dann später Lightroom die richtigen Pfade wieder zuordnen. Geht auch.
Schlüssiges Konzept – machst du die Jahres-End-Sicherung (eigentlich ja eine Verschiebung, oder?) dann aus Lightroom heraus, damit Lightroom das “merkt”? (Wie machst du das?)
Bin gespannt auf den zweiten Teil…