Nach gefühlten ewigen Zeiten bringe ich nunmehr mit dem vierten Teil meine Artikelreihe für das Clubheft Fotonews des Fotoclubs Schwabach zu Ende.
Themen-Fotoshootings realisieren Teil IV – Nacharbeit
Wenn im besten Falle alles gut gelaufen ist, kommt man nach einem erfolgreichen Tag mit Speicherkarten voller Bilder und gegebenenfalls Videos nach Hause.
Vor dem Import der Dateien in die jeweiligen Programme (in meinem Fall Lightroom und iMovie) werden, falls noch nicht am Shootingort passiert, die Karten sicherheitshalber auf Schreibschutz geschoben. Nach dem Import aller Daten werden die Speicherkarten optimalerweise nicht gleich gelöscht, sondern eine Weile noch vorgehalten. Eine Einführung in die Datenhandhabung und den Workflow mit Lightroom habe ich vor einiger Zeit in zwei Beitröge auf meinem Blog erklärt (Teil 1, Teil 2).
In Kürze: alle Bilder aufeinander zeitlich abstimmen (wichtig bei Verwendung mehrerer Kameras), in zwei bis drei geordneten Durchgängen aussortieren, bis ich bei einer ordentlich Endauswahl bin und dann die zu veröffentlichenden Bilder nachbearbeiten (bei mir nach Lightroom für die globalen Anpassungen, Photoshop).
Bei der Anpassung der Zeit ist mir Lightroom sehr behilflich. Ein Referenzbild heraussuchen, alle anderen anzupassenden Bilder markieren, Lightroom passt dann alle Bilder um die unstimmige Zeit an.
Grundsätzlich versuche ich einen Durchgang an einem Stück durchzuziehen sowie mir an einem Tag nur einen Durchgang vorzunehmen, falls es die Zeit erlaubt. Beim ersten Durchgang der Bilder fliegen alle nicht perfekten Fotos raus, dieser Durchgang ist auf Schnelligkeit und der starken Reduktion der Bildmenge ausgelegt. Wichtig jedoch ist, die eventuelle gewünschte Bilderserie aufrechtzuerhalten, beziehungsweise für das Thema wichtige Schlüsselbilder zu erhalten. Beim zweiten Durchgang werden Bilder verglichen, ich persönlich vergebe Sterne von ein bis fünf, wobei fünf Sterne die später zu bearbeitenden Bilder sind. Bilder, die der Dokumentation des Fotoshootings dienen werden farblich markiert und von der eigentlichen Aussortierung ausgeblendet. Drei und vier Sterne werden für die Models und das Team aufbewahrt, als evtl. Fallback-Bidler für Nachbearbeitung und Retuschevorrat aufgehoben. Die Bilder mit ein und zwei Sternen werden nach einigen Wochen komplett gelöscht.
Nach der Bearbeitung der Bilder werden alle bearbeiteten Bilder, die Making-Of-Bilder und ein eventuelles Video per DVD via Post an die beteiligten Personen versendet und auf die diversen Bilder-Plattformen im Internet und zum papierhaften Entwickeln geschickt.
Das Thema Video ist ein eigenes für sich, die Sortierung der rohen Videoschnipsel funktioniert jedoch vom Prinzip her ähnlich wie bei den Bildern.
Das wichtigste aber ist nach dem Shooting die Nachbereitung der Ausrüstung und die gelernten Erkenntnisse.
Ich habe mir angewohnt, nach jedem Fotoshooting alles Equipment komplett auszuräumen, kurz zu überprüfen und falls notwendig zu reinigen und ordentlich wieder einzuräumen sowie alle benutzten Akkus wieder aufzuladen.
Auch wenn es lästig erscheint: wenn das letzte Bild abgeliefert und alles wieder aufgeräumt ist, zwinge ich mich dazu, mich hinzusetzen und über das Shooting Gedanken zu machen: was ist gut und was ist schlecht gelaufen? Was würde ich nicht mehr machen oder anders? Oft empfiehlt sich das auch, diese Punkte aufzuschreiben. Vor allem wenn ich solche Fotoshootings nur selten machen oder viele unterschiedliche, kann ich mich nach einigen Wochen oder Monaten nicht mehr an alles erinnern – kurz nach dem Fotoshooting schon.
Das wäre es also gewesen mit den Artikeln zu den Themenshooting. Wer die drei ersten Teile nochmals nachlesen will, findet diese hier:
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil III – Shooting
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil II – Technik
- Artikelserie zu Themenshoots – Teil I – Vorbereitung
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Tags: Artikel, Fotografie, Grundsatz, Themenshoots
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