Land of the Dead
Meine Empfehlung: 
Zombies sind wieder am Kommen. Dies habe ich bereits bei der Kritik zu “Dawn of the Dead” gemutmaßt und Recht gehabt. Wenn selbst der Großmeister und eigentliche Erfinder des Zombie-Genres, George A. Romero, nach fast zwanzig Jahren für einen weiteren Film überzeugen läßt, kann dies eigentlich nur gutes bedeuten, oder?
Zur Geschichte: Nachdem ihren Gräbern entstiegene Leichen die Menschheit zu weiten Teilen infiziert oder verzehrt haben, ballen sich die Überlebenden auf hochgerüsteten, gut bewachten Inseln der Zivilisation, wo Kapitalisten der alten Schule den Ton angeben und das Proletariat bei wenig Panem und viel Circenses der Erweckung durch einen geeigneten Aufwiegler harrt. Als eines Tages ein enttäuschter Wachmann private Rache am herrschenden Kaufman übt, öffnen sich die Schleusen und der Kampf Mensch versus Zombie geht in die nächste Runde.
Auch wenn dies der Film von Romero ist, er muss ich den Vergleich mit “Dawn of the Dead” gefallen lassen. Nicht nur, weil die Titel der Filme ähnlich ist, sondern weil auch geschichtlich (wenn man von einer geschitlichen Entwicklung bei Zombiefilmen sprechen kann) Romeros Film ungefährt dort weitermacht, wo “Dawn of the Dead” aufgehört hat.
In diesem Vergleich zieht “Land of the Dead” den Kürzeren. Sein Vorgänger ist ironischer, boshafter, und schwarzhumoriger. Doch Romeros Film punktet auf anderen Ebenen. Erstmals natürlich die Neuigkeit schlechthin, die Zombies sich entwickeln zu lassen. Dies bringt eine interessante Dimension. Dann natürlich auch die Kritik an bestehenden politischen Strukturen. Doch Romero wäre nicht er selbst, würde er solche sozialkritischen Anklänge außenvorlassen.
Die Charakter sind gut gezeichnet, Denis Hopper als Megakapitalist kommt sehr stark an, Asia Argento muss die im Lederköstum steckende Kratzbürste spielen. Die übrigen Schauspieler sind größtenteils unbekannt. Die Rollenzeichnung des Hauptdarstellers ist zu stark heroisch und rein dargestellt.
Allerste Sahne sind (wie zu erwarten) die Darstellung der Zombies. Die Locationen sind gut fotografiert und die Grundstimmung der geteilten Gesellschaft ist gut dargestellt. Leider wird das Ende total vermurkst und verdirbt damit eigentlich einen guten Film, der allerdings nicht zur Spitzenklasse gehören würde. Meine Wertung ist “durchschnittlich”, mit Tendenzen zum “gut”.