Es macht einen schon neugierig, liest man den Untertitel des Buches von Harald Schmitt “33 Jahre als Fotoreporter für den stern”. Ging es mir doch häufig so, sowohl bevor ich das Fotografieren anfing, als auch jetzt: an den Bildern im Stern bleibt man oft hängen. Spannend, eine Geschichte erzählend und oft prima auf den Punkt gebracht.
Demnach ist es auch sehr interessant, was Herr Schmitt zwischen all den Bildern unterbringt: welches Gewicht die Fotos für ein Story haben, warum der schreibende Journalist den fotografierenden Kollege seine Kameratasche tragen sollte. Welche Entwicklung der Fotomarkt für gut recherchierte Bilderserien durchgemacht hat und im Moment durchmacht. In welche juristischen Fettnäpfchen man als Fotograf treten kann.
Wobei man eindeutig sagen muss: das Buch ist kein tiefschürfendes Sachbuch, sondern lässt die Bilder für sich sprechen – das Text-Bild-Gewicht liegt wohl bei etwas 30 zu 70. Und das ist gut so. Denn genauso wie im stern bebildern, beziehungsweise unterstützen die Bilder den Text von Harald Schmitt sehr gut und geben so sinnvolle Denkanstöße. Alle Bilder sind durchgehend sehr gut beschriftet, jedoch nur mit dem inhaltlichen Ereignis, nicht mit technischen Entstehungsdaten des Bildes. Auch sehr schön die vielen analogen Bilder mit den damals üblichen Farbstichen diverser Filme, Körnungen und der technischen Imperfektion.
Unterm Strich lässt sich zu dem Buch sagen: gute Bilder, angenehmer Text zum Lesen. Doch lässt sich das Bild weder als Bildband noch als Sachbuch oder ausführlicher Berufsbildeschreibung einordnen – das Buch liegt irgendwo in der Mitte.
Auf den Punkt von Harald Schmitt
dpi-Verlag 1. Auflage 2011, Hardcover
304 Seiten, Format 25 x 20,4 cm
ISBN: 978-3827330260
39,80 EUR







