War am Dienstag auf der Cebit. Mein erstes Mal. Und auch nur einen Tag. Natürlich nicht genug Visitenkarten dabei gehabt. Und einen Anzug ziehe ich mir das nächste Mal auch an, damit die zahllosen Schlipsträger einen überhaupt ernst nehmen. Ah, und der Firmenanstecker am Revers darf ich auch nicht vergessen.
Ich möchte nur einen kurzen Bericht über die Cebit schreiben, weil ich an diesem Tage nicht viel gesehen habe (oder eben doch alles, aber gerade deshalb nicht viel). Doch ganz interessant ist, dass dadurch einem ganz andere Sachen auffallen, als wenn man sich länger auf der Messe aufgehalten hätte.
Ganz zu Anfang stachen mir die sogenanntenn “Trends” ins Auge. Kein namhafter Hersteller hat auf die digitalen Bilderrahmen verzichten können. Damit sind Bilderrahmen in der ungefähren Größe 10 x 15 gemeint, die mit einem TFT-Bildschirm versehen sind und abwechselnd Bilder zeigen, die man per Speicherkarte oder Kabel vorher hineingefüttert hat. Gehts noch?!? Nach Stromverbrauch, Daseinsberechtigung und Nutzen fragt dabei wohl keiner?
Zweiter Trend: Nachbauten und Gimmicks zum iPod. Wahrscheinlich sind nur deshalb so viele Mitbürger aus den asiatischen Ländern angereist: Um diese und andere Features für den iPod feilzubieten. Ich glaube, auch das Gerät auf diesem Foto hatte irgendetwas damit zu tun. Weiß leider nicht mehr, was es kann oder wofür es gut ist.
Dann fällt natürlich auf die in der Presse ständig erwähnte Gratwanderung zwischen dem Anspruche eine Fachmesse zu sein und dem Entertainment für Cebit-Touristen auf. Ein Beispiel? Ein Board-Hersteller spielt an seinem Stand lautstärkste Musik, gepaart mit einigen Gogo-Girls und schrillstem Farb-Layout des Messe-Standes. Natürlich nimmt da jeder ernstzunehmende Nadelstreifenanzug sofort Reißaus. Gleich gegenüber ein Stand eines Hersteller zur Automation von Fertigungsprozessen. Der Messestand: Schlicht, sachlich, nüchtern, Besuche bestehen nur aus seriös wirkenden Geschäftsleuten.
Zwar wissen sich die Firmen auf der Messe mittlerweile zu helfen, es werden Separés oder ein erster Stock geschaffen, der nur für Fachpublikum ist, aber die Messebetreiber täten trotzdem gut daran, die Aussteller nicht nur nach Themen zu trennen, sondern auch nach zu erwartendem Publikum. Nur so als Vorschlag.

YouOS bietet, was meines Erachtens sehr sinnvoll ist, ein Demoaccount an. Der Dienst wirkt auf den ersten Blick etwas unaufgeräumt, was allerdings wahrscheinlich an der hohen Vielzahl an angebotenen Funktionen liegt: Browser, Notizen, Adressbuch, simple Projektverwaltung, ein Datei-Explorer und ein einfacher Text-Editor gehören zur Grundausstattung. Daneben finden sich die Möglichkeit, einige sogenannte Web 2.0-Anwendungen einzubauen (flickr, YouTube). Positiv: Ich kannn meine RSS-Feeds importieren. Was ich jedoch vermisse: Die Möglichkeit, meine Termine und Kontakte aus einer lokalen Anwendung zu importieren.
atoolo befindet sich noch im Betastadium. Einerseits sehr gut, denn dadurch ist ein gewisser Grad an Mitgestaltung noch möglich. Andererseits sind mir schon beim ersten Herumspielen einige kleinere Fehler aufgefallen. Vorbildlicherweise ist aber das Feedback-Formular sehr gut positioniert und meine Anregungen/Fehlermeldungen wurden innerhalb eines Tages und sehr freundlich beantwortet.




