Filme


17
Mai 07

Vergleich Buch zu Film

Children of Men

Nachdem ich bereits im Januar über die Buchvorlage zum Film “Children of Men” berichtet hatte und damals sehr überzeugt war von dem Buch, folgt heute die Filmrezension dazu. Children of Men ist schon seit einiger Zeit aus den Kinos, die DVD ist seit Anfang Mai im Handel verfügbar. Deshalb lege ich meinen Schwerpunkt auf den Vergleich von Buch zu Film, ohne dabei die Optik aus den Augen zu verlieren.

Zur Geschichte: Im Jahre 2027 hat die Menschheit die Zeugungskraft verloren und eiert in einem letzten anarchistischen Aufbäumen dem eigenen Aussterben entgegen. Mittendrin: Theo (Clive Owen), einst idealistischer Kämpfer für eine bessere Welt, jetzt resignierter, angepasster Regierungsagent in einem mitleidslosen Wettlauf um die Macht auf den kriminellen Straßen. Sein neuer Auftrag ist anders als die anderen: Er soll die junge Kee (Claire-Hope Ashitey) beschützen. Auf Kee hat es die ganze Welt abgesehen. Denn Kee ist schwanger.

Der Film könnte zum Buch nicht unterschiedlicher sein: In der Romanvorlage besteht die Rebellengruppe “The Fishes” nur aus einer Handvoll Leuten, der Hauptakteur Theo ist ein Verwandter des allmächten Premieministers und seine Ex-Ehefrau spielt im Buch keine Rolle, beziehungsweise taucht nicht als Widerstandskämpferin auf. Doch abgesehen von diesen offensichtlichen Unterschieden liegt der Kern im Detail. Das Buch schlägt um einiges leisere Töne an, als der Film. Vieles der Handlung, der Beweggründe der Personen und der allgemeinen Lage im Land geht im Film verloren. Alfonso Cuarón vereinfacht das Buch für den Film, das ist logisch und notwendig. Er spitzt aber auch zu: Die Schauplätze wirken kriegerischer, die Welt gewalttätiger. Hätte Cuarón diese Dramaturisierung nicht durchgeführt, wäre der Film wahrscheinlich langweilig gewesen und hätte eher wie eine Expertise oder “Zukunfts-Milieustudie” gewirkt.

Somit ist das Buch nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt gut umgesetzt. Der Autorin des Buches wird der Film nicht gerecht. Der Massentauglichkeit schon. Betrachtet man den Film losgelöst von der Vorlage, ist die gute imdb-Wertung von acht Sternen verständlich.

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung


27
Apr 07

Ziel erreicht, Harry

Wenn eines Bock macht, dann ist es der neueste Trailer zum kommenden Harry Potter-Film. Zwar bin ich nicht ausgewiesener Fan der Potter-Reihe oder habe die Bücher gelesen. Bisher habe ich jedoch jeden einzelnen Film im englischen Originalton angeschaut und fand dies äußerst spannend.

Der nun vor zwei Tagen erschienene Trailer ist gut gemacht und lässt mich auf viel hoffen. Und düster ist er auch geworden. Bald wird eine Freigabe unter 16 problematisch werden.

Der Trailer in höchsten Auflösungen wie immer unter moviemaze.de zum Herunterladen.


6
Apr 07

4.0, das Minuszeichen vergessen

Sebbi hat sich bereits über den Titel und das Poster des neuen Filmes von Bruce Willis ausgelassen: “Stirb Langsam 4.0″. Somit bleibt mir nur noch die Aufgabe, den Trailer auseinanderzunehmen.

Irgendwie erinnern mich 80 % der Szenen an eine Mischung aus “Mc Gyver”, “Mission Impossible” und den beiden vorletzen James-Bond-Filmen vor der Einführung Daniel Craigs: Hanebüchene Stunts, viel zu große Explosionen und eine Regierung, die unfähig ist (wobei das sogar stimmen könnte). Ich hege die Befürchtung, der Film könnte so floppen, wie “The Hostage“, einer von Bruce Willis letzten Action-Geiseldrama-Rettungsfilmen.

Ah, fast hätte ich es vergessen: Der Trailer ist hier zu finden.


5
Feb 07

Zu … violett

Ultraviolet

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung

Häufig mache ich mir Sorge, dass die Filme, die ich schaue und dann bewerte, zu gut wegkommen. Oder dass ich komischerweise nur die guten Filme sehe. Doch zum Glück (oder auch Pech) kreuzt dann wieder ein grottenschlechter Film meinen Bloggerweg.

So auch mit diesen Film mit Milla Jojovich in der Hauptrolle und vom Regisseur von Equilibrium. Doch nicht alles vorwegnehmen, erstmal zur Story.

Zur Geschichte: m 21. Jahrhundert steht die Welt am Rande eines Bürgerkriegs. Ein militärisches Forschungsprojekt zur Züchtung neumodischer Supersoldaten ist aus dem Ruder gelaufen. Stattdessen gibt es nun Hemophagen, vampirartige Kreaturen mit höheren athletischen und intellektuellen Fertigkeiten. Der böse Weltenlenker Daxus (Nick Chinlund) möchte die neue Rasse gerne ausrotten, stößt allerdings auf zähen Widerstand in Gestalt der Rebellin Violet (Milla Jovovich).

Puh, irgendwie vereint der Film einige der Eigenschaften, die ich bei einem Film nicht sehen will und ganz sicher nicht auch noch in Kombination:

Die Handlung ist saudoof und ultraabgedroschen. Die Dialoge schreien “Blödsinn” zum Himmel, die anscheinend größtenteils am Computer entstandene Welt ist höchstens auf einem 486er zusammengeklippt worden. Das Post-Processing und die Abstimmung der Ausleuchtung der Szenen ist grottig. Da bleibt auch Milla Jojowich farblos, im wahrsten Sinne des Wortes.

Für mich hätte es den Film nicht gebraucht. Selbst für Jojowich-Fans ist der Film schwer verdaubare Kost.


11
Dez 06

Texas Hold’em

Casino Royale

Meine Empfehlung:

Bereits vor längerem angekündigt, nun endlich mein erster Beitrag im Schwabach Netztagebuch. Nachdem ich’s leider nicht mehr geschafft habe, mein eigenes Blog zeitlich unterzukriegen, freue ich mich bei Manuel eine neues Blogger-zuhause gefunden zu haben.

So, nun zum Thema. Letzten Donnerstag war mal wieder ein Kinobesuch angesagt, nämlich der einundzwanzigste James Bond: Casino Royale. Inhaltlich geht’s back to the roots, zu einer Romanverfilmung von Ian Fleming – dem Bond-Schöpfer. Nachdem Bond seinen Doppel-Null-Status erhalten hat, bekommt er es gleich mit dem fiesen und korrupten Bankier Le Ciffre zu tun. Le Ciffre verwaltet die Kohle von diversen Unterweltbossen, Diktatoren und Terroristen. Dank Bonds Eingreifen verspekuliert er sich aber an der Börse und verliert 100 Million Dollar – die seine Geldgeber natürlich zurück wollen. Also lädt Le Ciffre zum Pokerspiel ein und will so das verlorene Geld zurückgewinnen. Natürlich ist Bond ebenfalls mit von der Partie…

Mehr will ich auch gar nicht vom Inhalt verraten, schließlich soll sich euer Kinobesuch ja noch lohnen! Bei der Kritik bin ich hin und her gerissen. Auf jeden Fall ist der Film bodenständiger als die letzten Bonds mit Pierce Brosnan. So gibt keinen Super-Schurken mehr, der die Weltherrschaft an sich reißen möchte, sondern einen Fiesling der einfach auf den schnöden Mammon aus ist. Auch die Special Effekts sind nicht mehr ganz so wirklichkeitsfern. Was nicht heißen soll, diese seien langweilig: der Crash mit dem siebenfachen (!!) Überschlag des Aston Martin DBS hat’s schon in sich :-)

So gibt es nun auch etliche interessante und gut gelungene Dialoge, wie zum Beispiel Bond vs. Lynd bei ihrer ersten Begegnung im Zug. Dann fallen wieder die dummen und nervigen Kommentare von Bond-Helfer Giannini auf: jetzt hat James besonders viel Geld gesetzt…

Und seit wann ich in Venedig das Wasser glasklar und 10 m Tief, sodass ein fünf- oder sechsstöckiges Haus darin versinkt??? Also als ich vor sechs Monaten in Venedig war, war das Wasser eine – Verzeihung – Schlammbrühe und die trockenen Kanäle die ich gesehen habe war einen, maximal zwei Meter tief!

Was die Handynutzung angeht, hat offenbar Frau Merkel Vorbild gestanden. Kaum eine Szene wo niemand mit dem mobilen Quasselteil oder einem sonstigen Elektronikding herum winkt. Aber die Produktion scheint ja eh von Sony bezahlt worden zu sein: Laptop von Sony Vaio, Handy von SonyEriccson, Digi-Cam von Sony… :-(

Was ist nun? Für mich stellt der neuste Bond-Film also in erster Linie der Bruch mit der bisherigen Philosophie, möglichst viel Action und Superlative, dar und somit den Aufbruch in einen neues Bond-Zeitalter. So schließe ich mich der Meinung von dreisechzig.net an, und freue mich auf den nächsten Bond mit Daniel Craig.


16
Nov 06

Klassisker der Science-Fiction

Quiet Earth – Das letzte Experiment

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung

Heute biete ich euch eine Filmkritik eines Streifens aus dem Jahre 1984. Und dazu stammt der Film auch noch aus Neuseeland. Wieso solch ein Film? Nun, weil er zu einen der Klassikern im Science-Fiction-Bereich gehört, der meines Erachtens im gleichen Satz mit dem 1982 entstandenem “Blade Runner” genannt werden darf.

Zur Geschichte: Als Zac Hobson (Bruno Lawrence) eines morgens erwacht und sich auf den Weg zur Arbeit macht, muss er feststellen, dass die Welt plötzlich ausgestorben ist. Erst die Tankstelle, dann sein Elternhaus, die Innenstadt: alles leer. Kein einziges Lebewesen zeigt sich. Hat das plötzliche Verschwinden der kompletten Erdbevölkerung etwas mit den Experimenten der Regierung zu tun, bei denen er beteiligt war? Und wohin sind die Leute verschwunden. Zac begibt sich auf die Suche.

Bei älteren Filmen ist natürlich schwer über die Qualität der Bilder und solch Dinge zu urteilen. Was sich jedoch ohne weiteres sagen lässt (und womit ich bei einem meiner Lieblingsthemen beim Film wäre): die Schnitte und Übergänge sind gelungen, die Kameraeinstellungen tragen zur beklemmenden Atmosphäre bei.

Doch nun zu den “wichtigen” Punkten: Der Hauptdarsteller Bruno Lawrence, damals wie heute in Deutschland eher unbekannt, macht seine Sache hervorragend. Das anfängliche Bemühen, weitere Überlebende zu finden, die Resignation nach erfolgloser Suche, die ganze Mimik ist sehr gut umgesetzt.

Auch die Story wird von einem konsequenten Handlungsbogen durchzogen. Die Spannung aufrecht zu erhalten fällt jedenfalls nicht schwer, sind doch die Szenen einer menschenleeren Umgebung schon beklemmend genug. Somit vergebe ich eine sehr gute Wertung. Der Grund für eine nur “gute” Wertung auf imdb.com von sieben Sternen ist für mich nicht ganz einsichtig.


17
Sep 06

Fußball-Fieber reloaded

Von Sönke Wortmanns Film “Deutschland. Ein Sommermärchen” zur Fußball-WM ist der erste Trailer im Internet abrufbar. 2 Minuten 10 Sekunden lang und 15,5 MB schwer.

Eigentlich dürfte dieser Film überhaupt nicht im Kino gezeigt werden. Er sollte kostenlos an jeden deutschen Haushalt verteilt werden!

Filme, bei denen die Kamera hinter die Kulissen schauen durfte, haben meist nur einen dokumentarischen oder aufklärerischen Wert. Doch bei diesem Film wird es sicher anders. Da er zwar nicht der erste Film mit dieser Idee war, aber automatisch gut die Hälfte der Bevölkerung als Zuschauer für sich hat, wird er großartig werden.

Und es werden Streitigkeiten entbrennen, warum er jetzt das gezeigt hat, warum er diese Hintergrundmusik genommen hat, und und und. Weil eben bei so vielen Leuten so viel Herzblut dranhing. Und immer noch dranhängt, nach den “Post-WM”-Spielen.

Na denn, stellen wir uns auf vollste Kinos ein. Hier fällt mir ein Begriff ein, den wir Jüngeren in der Praxis gar nicht mehr erlebt haben, wenn ein Film als “Straßenfeger” bezeichnet wird. Dieser könnte wieder zu einem werden. Und zwar mehrmals: Wenn er ins Kino kommt und wenn er dann endlich im Fernsehen kommt.


30
Jul 06

Freibeuter ade?

Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2

Meine Empfehlung: Filmempfehlung
Empfehlung meiner Frau: Filmempfehlung

Er soll einer der größten Blockbuster der letzten Jahre werden und die Kinobranche endlich aus dem Tal der Besucherrückgänge des ersten Halbjahres retten. Die Sparache ist von einem Piratenabenteuer, eine Fortsetzung noch dazu. Ob der Film und die Stars den Anforderungen gerecht werden, darauf waren meine Frau und ich im ersten Kinobesuch nach unserem Umzug nach Schwabach, gespannt.

Zur Geschichte: Nach glücklich überstandenen Abenteuern mit Geisterpiraten würden Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) jetzt gern heiraten, Kinder kriegen und glücklich im Grünen leben. Da jedoch sei Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) vor, der die beiden postwendend in neue Schwierigkeiten mit äußerst unangenehmen Gegnern verwickelt. Sparrow hat nämlich die Feindschaft von Davey Jones (Bill Nighy), dem Kapitän des Fliegenden Holländers, gewonnen. Mit dem und seiner dämonischen Mannschaft ist nicht zu spaßen.

Imposante Musik, riesige Segelschiffe, aufregende See- und Degenkämpfe und das alles über 150 Minuten hinweg. Was? Ich habe etwas vergessen bei der Aufzählung? Richtig, die Story! Eine der größten Schwächen des zweiten Teiles ist die wirre, langatmige und undurchsichtige Geschichte. Ständig jagen verschiedene Parteien hinter verschiedenen Objekten hinterher, die “Heldengruppe” wird zeitweise szenentechnisch aufgeteilt und es sind ein paar zu viele neue Protagonisten auf der Leinwand, zusätzlich zu den bereit aus dem ersten Teil bekannten Personen.

Die Frage, die sich stellt: Darf man von einer Fortsetzung, noch davon von einem mittleren Teil einer Trilogie so viel erwarten? Ein klares Ja. Und zwar immer wieder, egal wie häufig man einen schlechten zweiten Teil gesehen hat.

Schauspieltechnisch gibt es sonst nicht viel zu bemängeln. Die bisherigen Charaktere sind weiterhin lustig (Stichwort: Glausauge), schnippisch oder verwegen. Die Bösewichter sind böse, sehen böse aus und reden auch so. Gestalterisch gibt es auch überhaupt nichts zu bemängeln. Nach zweieinhalb Stunden bleibt die Schlussfolgerung: Weniger ist mehr.


23
Jul 06

Brutales Girlie

Domino – Live Fast, Die Young

Meine Empfehlung: Empfehlung

Seit “Fluch der Karibik” kann sie fast jede Rolle spielen, die sie will. Die Rede ist von Keira Knightley. Der 21-jährige Jungstar spielt zur Zeit in drei bis vier Filmen pro Jahr mit. Und dann auch noch in einem Film mit Altmeister Micky Rourke), der lange Zeit wegen seinem Ausflug ins Boxermilieu weg von der Leinwand war. In weiteren Rollen Lucy Liu, Ian Ziering und Mena Suvari. Ein Grund für mich, mir den Film, der seit Ende Juni als DVD“>DVD verfügbar ist, zu Gemüte zu führen.

Zur Geschichte: Das ebenso attraktive wie sturköpfige Ex-Model Domino Harvey (Keira Knightley), Töchterchen des Schauspieler Laurence Harvey, hat die Schnauze voll vom Luxus-Leben in Beverly Hills. Statt Cocktails zu schlürfen will sie zukünftig als Kopfgeldjägerin ihren Lebensunterhalt verdienen. Zusammen mit dem schrägen Duo Ed (Mickey Rourke und Choco (Edgar Ramirez) lehrt sie fortan die Unterwelt das Fürchten.

Der Film setzt auf viele Rückblenden, zeitversetztes Erzählen, Wiederholung von Textpassagen und Rückwärtsspulen der Handlung. Dies verleiht den Film zwar einen moderenen und rasanten Ablauf, jedoch täuscht das nicht über die Schwächen des Filmes hinweg:

Wer die Schnapsidee hatte, Mo’Nique in den Film zu besetze (wenn auch nur in einer Nebenrolle), muss in dem Moment nicht ganz bei Trost gewesen sein. So hat dies zur Folge, dass in Verbindung mit ein paar anderen Szenen, die Mitte des Filmes fast zu Parodie wird. Nicht eben positiv für einen Actionfilm über Kopfgeldjäger. Zwar scheint der Regisseur versucht, durch die Ironie die Dramaturgie zuzuspitzen, dies geht aber meines Erachtens gründlich daneben.

Positiv fallen die Verhörgespräche zwischen Knightley und Liu aus. Knallharte Mädels beim vorsichtigen Abklopfen des Gegners: super.

“Domino” bleibt eine der schwächeren Filme von Keira, vor allem weil man ihr nicht durchgängig die eiskalte Kopfgeldjägerin abnimmt. Nicht falsch verstehen, sie spielt gut, allerdings wäre die junge Schauspielerin in fünf Jahren ausdruckstärker gewesen und somit ein besserer Part. Micky Rourke als älterer Haudegen gefällt mir sehr gut.


12
Apr 06

Winter im Kino

Menschenskinder, lernt es das Cinestar in Erlangen nicht mehr: Die Lasershow in Kino 2 will keiner sehen, die ist völlig uninteressant. Eine Zeitlang wurde sie ja nicht mehr eingesetzt und das war auch gut so. Diejenige Person, die auf die Idee kam, man könne eine Laser auch außerhalb von Technik, Forschung, Medizin und Co. einsetzen, gehört geschlagen. Offiziell auf dem Ticket stand der Beginn des Filmes mit 19.40 Uhr aufgedruckt. Durch diese sch*** Lasershow und der Werbung fing der Film mit 40 (!) Minuten Verspätung an. Unverschämtheit.
Gut, genug ausgelassen. Nun zur Kritik:

Ice Age 2 – Jetzt taut’s

Meine Empfehlung:Filmempfehlung
Empfehlung meiner Frau:Filmempfehlung

Der Film muss hohe Erwartungen erfüllen. Ers sollte mindestens genauso witzig sein, wie sein Vorgänger. Und auch die Konkurrenz hat nicht geschlafen, mit Filmen wie “Madagascar“, “The Incredibles” waren bereits zwei weitere, sehr erfolgreiche Filme im computeranimierten Sektor auf Besucherjagd. Eins weiß man vom zweiten Teil sicher: Scrat, das prähistorische Kreuzung aus Eichhörnchen und Ratte, gehört wieder zum Team.

Zur Geschichte: Irgendwann in grauer Vorzeit findet die Eiszeit ihr Ende, und globale Erwärmung macht auch das Tal von Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und Faulpelz Sid zu einem wärmeren, komfortableren Fleckchen Erde. Eigentlich könnte also jeder mit Ausnahme vielleicht eines gewissen, stets vom Pech verfolgten Eichhörnchens zufrieden und glücklich sein, als die drei Freunde eine unschöne Entdeckung machen. Die Sonne hat das Eis im oberhalb des Tales gelagerten Gletscher geschmolzen. Bricht nun ein Damm, droht eine Flutkatastrophe.

Was ich wirklich nicht mehr für möglich gehalten hätte: Die Grafik ist noch realistischer geworden. Die Animation der Tierfelle, des Wassers und des Lichts, welches durch die Wolken bricht, einfach genial. Doch was ich überhaupt nicht verstehe ist, wie man bei einem komplett digital entstandenen Film die Sznenenübergänge versauen kann.
Ansonsten bieten uns die Filmemache gute Hausmannskost: Die Dialoge sind gut lokalisiert und synchronisiert worden. Es ist wie immer viel witziges dabei. Auch die Einführung neuer Nebenrollen geht gut über die Bühne. Warum jedoch plötzlich zwei Gesangspartien in dem Film auftauchen, ist unverständlich: Es ist doch kein Disney-Film. Diese kollektiven Sing-Einlagen habe ich überhaupt nicht vermisst.

Die neue Story, respektive die Forstsetzung des ersten Teiles gelingt ganz gut, reißt aber keinen Zuschauer vom Hocker. Somit bleibt ein durschnittlicher Animationsfilm, der teilweise nur durch seine Bekanntheit des ersten Teiles aus der Masse der computeranimierten Kinostreifen heraussticht.