Fotografie


19
Feb 12

Photoshop vertiefen

Power-Workshops: Bildlooks mit PhotoshopNach einiger Zeit gibt es hier mal wieder eine Kritik. Allerdings keine Buchkritik, sondern ein Kritik einer Lern-DVD aus dem Verlag Addison-Wesley und video2brain.

Auf die DVD mit dem Titel “Power-Workshops: Bildlooks mit Photoshop” bin ich über die Arbeit der Fotografin und ehemaligen Model Jamari Lior aufmerksam geworden. Ihre Arbeit ist geprägt durch den auffälligen Style der Bilder: märchenhafte, exotisch, oft verträumt. Hinzu kommen interessante Locations und/oder Requisiten.

Als erstes fällt beim Einlegen der DVD an meinem Mac das mitgelieferte Programm zum Erreichen aller Inhalte auf. Dieses bietet viele Funktionen, einige davon standardmäßig immer dabei, wie eine allgemeine Hilfe oder verschiedene Anzeigemodi. Hier sollte man sich kurz vertraut machen. Es lohnt sich, die Tastaturkürzel einzuprägen, diese erleichtern die Navigation während des Anschauens der Videos.

Auf der DVD stellt Jamari zusammen mit den Bildbearbeitern Michael Baierl und Olaf Giermann Möglichkeiten, wie gute Bilder noch den letzten Schliff erhalten. Dabei richten sich die Lektionen eher nicht an Einsteiger, die Lektionen sind zwar klar gesprochen, haben aber ein recht gutes Tempo. Selbst bei der Nutzung zweier Bildschirme musste ich gelegentlich das Video stoppen, um die Schritte in Photoshop nachzuvollziehen. Demnach ist auch die Empfehlung auf der DVD-Box an fortgeschrittene Anwender. Allerdings sind die Tutorials sehr kleinschrittig untergliederts, was ein jederzeitiges Pausieren der Lektionen erleichtert. Manchmal fallen diese einzelnen Filmsegmente speziell bei Frau Lior recht kurz aus, womit das ununterbrochene Betrachten der Filme den einen oder anderen stören könnte.

Die Lektionen bieten inhaltlich keinen Photoshop-Rundumschlag, sondern suchen sich spezielle Fashion- und portraitbezogene Retuschen heraus. Dabei konzentrieren sich die Referenten stark auf Bildlooks von Jamari Lior und aktueller Fashion-Trends, die man in einschlägigen Modepublikationen und der Werbung immer wieder sieht.

Lediglich der Part von Oliver Giermann fällt etwas aus dem Rahmen der speziellen Fashion-Looks: mit dem Kapitel der Nutzung von Camera Raw erzählt er deutlich allgemeineres und stützt sich dabei vom Bildmaterial auf eher gewöhnlichere Bilder, oft auch ohne Models in Traumbildern.

Als Randbemerkung gibt es zu sagen, dass der eigenen, mitgelieferte Viewer beim Einsatz von zwei Monitoren am gleichen Rechner im Vollbildmodus nicht richtig funktioniert. Dies stört jedoch nicht beim Betrachten der Videos, löste lediglich etwas Verwunderung aus.

Nach dem Schauen der DVD ging mir nicht das große Licht auf, jedoch blieben einige Details hängen, die ich in meiner zukünftigen Bildbearbeitung sicher aufgreifen werde. Die drei Referenten erfinden mit ihren Vorträgen nicht das Rad neu, führen jedoch den Zuschauer deutlich vor Augen, wie die Bilder noch die gewisse Kantigkeit erhalten können, um zum echten Blickfang zu werden. Eine durchwegs gute Lern-DVD.


17
Feb 12

Lauter laute Leute

Am Dienstag begleitete ich das Konzert der jetzigen elften Jahrgangsstufe des Wolfram-von-Eschenbach Gymnsiums hier in Schwabach. Das WEG ist ein musisches Gymnasium, demnacht ist schon von Haus auf eine gute Qualität geboten.

Da es bei diesem Konzert den Musikern jedoch darum ging, Ihre Kriegskasse für die Abiturfeier zu füllen, gaben diese natürlich Vollgas.

Einige sehr schöne Bilder sind dabei entstanden, hier einige Highlights aus dem Konzert. Als äußert positiv hat es sich erwiesen, schon bei der Generalprobe anwesend zu sein. Einige Detailaufnahmen und Blickwinkel konnte ich nur aufgrund des abwesenden Publikums einnehmen. Auch nimmt es den Stress ein wenig raus, während der Veranstaltung alle Motive abhaken zu müssen.

Objektivtechnisch kommt bei einem solchen Einsatz fast alles zum Einsatz, wenn man sich frei bewegen kann mit möglichst offener Blende und ISO-Werte zwischen 1600 und 3200. Während des Konzertes eher die Zoomlinsen, da ich mich aufgrund der Zuschauer nicht so frei bewegen kann und für die Klassikfreunde stelle ich die Kamera auf den Quiet-Modus. Während den Proben bewege ich mich viel und wechsle ständig die Objektive. Ich probiere viel aus, auch Gegenlicht-Aufnahmen und ähnlcihes. Gut auch, wenn ich als Fotograf noch Einfluss auf die Beleuchtung nehmen kann. Oft denken die Beleuchter nicht an die Fotografen und sind froh, wenn noch jemand (berechtigte) Anmerkungen hat.


15
Feb 12

Pro Bono Fotoprojekt

Schon vor einiger Zeit hatte ich die Idee, einen Verein, eine Institution oder ein Projekt mit meinen Fotos in Form von Pro Bono-Arbeit zu unterstützen (Pro Bono auf Wikipedia). Als ich Julia, einer meiner Grafikerinnen von 7.sinne.design , mit der ich regelmäßig zusammen arbeite, von dieser Idee erzählte, war sie Feuer und Flamme. Sie schlug einen dritten im Bunde vor, Thomas Haarrer. Auch mit ihm, einem Mediendesigner, hatte ich schon öfter das Vergnügen.

Wir suchten uns ein passendes Projekt und fanden in ZAK e.V. (Zentrum für Arbeit und Kultur) einen passenden Partner. In den nächsten Tagen entstehen nun völlig neue Bilder, ein Webseitendesign und Printmaterial für die Werbung. In einigen Einrichtungen war wir bereits, hier die Making Of Fotos. In etwa vier Wochen werden wir dann das Ergebnis präsentieren. Hier noch der komplette Zeitungsartikel:

Bericht Pro Bono ZAK vom 15.02.12 Copyright Schwabacher Tagblatt

Bericht Pro Bono ZAK vom 15.02.12 Copyright Schwabacher Tagblatt


13
Feb 12

Wintersonne ist die schönste Sonne

Ergänzend zum gestrigen Post hier noch der zweite Schwung Bilder mit Sophia. Das spezielle, leuchtende Licht erreichten wir durch die Position zur Sonne – meist war diese sehr nahe im Lichtpfad, häufig direkt hinter dem Model versteckt.

Nachteile gibt es bei diesem Vorgehen natürlich massenweise: sehr geringer Kontrast, trotz des Aufhellblitzes und sehr viele Lens Flares, die oft an wichtigen Stellen, wie im Gesicht, liegen. Der Ausschuss steigt zusätzlich durch das schwierigere Fokussieren mit dem Autofokus. Trotzdem ein paar schöne Bilder dabei rausgekommen.

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12
Feb 12

Sonnenschein & Eiseskälte

Letzten Winter hatten wir wahrlich genug Schnee. Aufgrund der vielen Pay-Jobs habe ich es leider nicht geschafft, damals ein Model zu packen und ein paar Bilder im Schnee zu machen.

Dieses Jahr, wo Schnee eher rar war, ergibt sich das genaue Gegenteil: Zeit ist da, Lust auch, aber fast keine weiße Pracht. Als es dann Donnerstag Nachmittag anfing zu schneien, fasste ich den Entschluss, spontan zu sein. Für freie Fotoshootings, an denen ich nichts verdiene und mit Familie und drei Kindern nicht ganz einfach.

Sophia, die bereits letztes Jahr zum ersten Mal vor der Kamera stand, hatte kurzfristig Zeit und so verabredeten wir uns für den Freitag.

Der Freitag war wunderbar: keine Wolke am Himmel, in guten Grenzen lockerer, neuer Schnee und gute vierzehn Grad Minus. Oder vielleicht auch sechzehn.

Doch wir ließen uns nicht einschüchtern. Marcel war wieder so freundlich und begleitete mich als Blitzhalter. Um möglichst flexibel zu sein und mit wenigen Pausen zu fotografieren, bauten wir die tragbare 60x60cm Softbox von Lastolite (die auf den tollen Namen Ezybox hör) an den großen, auziehbaren Boom-Stick von California Sunbounce und schnallten den Nikon SB-900 rein. Wichtig bei dem Wetter: genügend Akkus gleich daheim in die Hosentasche packen, damit diese warm bleiben und etwas länger halten bei den Minusgraden.

Auch auf einen Objektiv-Wechsel verzichtete ich: um möglichst flexibel zu bleiben, nutzte ich das Nikon 70 – 200, durchgehend mit der offensten Blende.

All die Vorbereitungen zahlten sich aus: nach kaum eine dreiviertel Stunde und einem kurzen Locationwechsel war Schluss mit lustig. Für Sophia wurde es immer schwerer, die Gesichtszüge entspannt zu lassen, die Haut wurde zusehends rot, die Lippen bläulich. Hier sollte man als Fotograf auf die Gesundheit und Wohlbefinden des Models achten und das Fotoshooting beendet.
Hach, es war sogar so kalt, dass wir glatt unser Abschlussbild vergaßen. Danke an Sophia für das kurze und effektive Fotoshooting und an Marcel für die Ausleuchtung. Das Set der zweiten Location folgt morgen.

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7
Feb 12

Saubere Wässer

Im November 2011 erhielt ich den Auftrag, für einen Imageflyer und evtl. zukünftige Print-Produkte die Kläranlage in Schwabach zu fotografieren. Der Auftraggeber, die Stadt Schwabach, gab mir einen halben Tag Zeit, mich ziemlich frei auszutoben.

An betreffenden Tag war es leider sehr bewölkt, kein Zeichen eines Sonnenstrahles zu sehen. Man stellte mir einen Gehilfen zur Seite, der mit beim Tragen meiner Lichtstative und der obligatorischen Leiter über das Gelände half – und das war gar nicht so klein. Nach einer kurzen Einführung durch die Chefin der Kläranlage durfte ich loslegen. In Außenbereichen arbeitete ich lediglich mit verfügbaren Licht. Ich dachte kurz über den Einsatz von ein paar Blitzen als Effektlichter nach, entschied mich aber dann dagegen.

Ganz anders sah es in den vielen unterirdischen Gängen, Hallen und Wartungsgebäuden aus – hier kamen meist drei Blitze zum Einsatz: einer als Hauptlicht, zwei jeweils mit unterschiedlichen Farbfolien ausgestatteten Blitze als Effekt- und Aufhelllichter im Hintergrund.

Und natürlich lief es wie immer: ich war mit den Außenaufnahmen fast fertig, da bricht plötzlich der Himmel auf und die Sonne scheint. Okay, wenigstens noch ein paar Übersichtsbilder mit schönem Wetter gemacht. Auch meine anfängliche Befürchtung, der Geruch würde mich bei der Arbeit stören, erwies sich als unbegründet. Nur bei der ersten Reinigungsstufe, den Rechen, roch es kräftig. Doch schon bei den Belebungsbecken war nur noch der Geruch der arbeitenden Mikroben zu riechen – dieser erinnert ein bisschen an gelöste Hefe.

Der Flyer ist nun vor einigen Tagen erschienen, hier das Ergebnis und noch ein paar meiner Lieblingsbilder.

20120202_Kläranlage-Schwabach-AussenseiteInfo-Flyer Kläranlage SchwabachKläranlage SchwabachKläranlage SchwabachKläranlage SchwabachKläranlage SchwabachKläranlage Schwabach


5
Feb 12

Projektarbeit

Die letzte Woche war unter aderem angefüllt mit vielen Fototerminen für eine Projekt mit Julia. Sie ist ihres Zeichens Chefgrafikerin bei der kleinen aber feinen Werbeagentur 7sinne.design.

Mit Julia habe ich schon einige Projekte für Kunden realisiert und visuell umgesetzt. Über das jetzige Projekt für das wir gemeinsam unterwegs waren, kann ich leider inhaltlich noch nicht viel verraten. Über die Entstehung trotzdem hier einige Fotos – wie ihr seht, hatten wir viel Spaß. Die ersten Ergebnisse werden im Laufe der nächsten Wochen zu sehen sein.

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3
Feb 12

Mal lässig, mal chic

Zum Abschluss unserer Serie und dem Fotoshooting mit Kathrin wechselten wir in ein sehr lässiges Outfit – Chucks, Strumpfhose, T-Shirt. Und nichts anderes als eine alte Ziegelwand. Und was Kathrin hier rausholte war sehr gut. Schaut es Euch selbst an.

Ein bisschen Videoschnipsel drehten wir auch, hier die kleinen Einblicke in die Vorbereitungen.


2
Feb 12

Lazy

Nach einer Weile entledigten wir Kathrin von dem schönen, warmen Strickpulli missbrauchten diverse Oberflächen für unserer Fotos: auf der Küchenanrichte und auf dem Essstisch. Doch auch das machte sich wunderbar. Lichttechnisch änderten wir wenig: Hauptlicht von einem 115er Schirm, Licht im Hintergrund von einem blanken SB-25.

KathrinKathrinKathrinKathrinKathrinKathrinKathrinKathrinKathrin


1
Feb 12

Kuschelig

Für das zweite Styling mit Kathrin wählten wir bewusst etwas gemütliches: legere Kleidung und offene, locker fallende Haare. Dazu eine kuschelige Strickweste. Um auch die Lichtcharakteristik zu ändern und etwas beweglicher zu sein, wechselten wir vom großen Parabolschirm zu dem bewährten 115-er Reflexschirm. Außerdem behielten wir das 24 – 70 bei.

KathrinKathrinKathrinKathrinKathrin