Und wieder ein Essens-Thema. Schon das zweite in Folge. Aber es ist nunmal Tatsache, dass Essen neben der Fortpflanzung zu den Grundbedürfnissen des Menschen gehören. Und da das hier ein einigermaßen anständiger Blog ist wird auch nur über das erstere Thema geschrieben.
Zusätzlich zu den gelegentlich geposteten Rezepten möchte ich hiermit eine lose Reihe von “Grundsatzbeiträgen” zum Kochen anfangen. Besprochen werden sollen allgemeine Themen, auf was zu achten ist, damit eine bestimmte Speise gut gelingt. Heute: Fischfilet in der Braten in Mehl herausbraten.
Grundsätzlich kann man jedes handelsübliche Fischfilet zum Braten in der Pfanne verwenden, ob nun aus der Tiefkühltheke beim Discounter oder aus der Vitrine im Fachgeschäft. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Fische bereits aufgetaut sind oder diese frühzeitig aus dem Tiefkühlfach nehmen. Wenn die Fische dann soweit sind, am besten kurz unter laufendem Wasser abwaschen und auf ein Geschirrhandtuch zum Trocknen legen. Nach einer Viertelstunde wenden, damit auch die andere Seite trocken wird. Hintergrund ist, dass der Fisch beim Braten Flüssigkeit verliert, diese kann im schlechtesten Falle unsere angestrebte Mehlkruse durchweichen oder sogar abplatzen lassen.
Als nächstes einen großen Essteller oder ein platte nehmen und gut Mehl darauf verteilen. Aber bevor man den Fisch im Mehl wälzt, muss dieser gewürzt werden. Hier stehen euch alle Wege offen, allerdings haben sich Salz und Pfeffer als “Immer-Dabei”-Gewürz als gut erwiesen. Um einige Anregungen zu geben: Rosmarin, Basilikum, Oregano, Curry, Paprika, Petersilie, Knoblauch, Bärlauch, Kräuter der Provence, etc. Bitte nicht alle Gewürze auf einmal! Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Normalerweise würzt man erst nach dem Kochen/Braten. Das Geheimnis hier: Die Gewürze kommen zuerst drauf, dann das Mehl. Also zuerst die eine Seite würzen, in das Mehl legen, die zweite Seite würzen, umdrehen und alles gut mit Mehl einpudern, dabei ruhig nicht mit dem Mehl sparen. Bevor der Fisch in die Pfanne kommt, kurz das Filet hochkant halten und leicht schütteln, das zuviel an Mehl löst sich.
Die Pfanne sollte angeheizt sein und der Boden leicht mit Öl bedeckt sein. Nun die Fischstücke reinlegen und die Pfanne kurz in verschiedene Richtungen kippen, damit das Öl gut an den Fisch kommt. Einzelne Fischfilets dürfen sich nicht gegenseitig berühren.
Jetzt ganz wichtig: Eine Weile nichts mit den Fisch machen. Viele Filets zerfallen sehr leicht, deshalb wird der Fisch möglichst nicht berührt oder gewendet. Nach etwa fünf bis acht Minuten bei mittlerer Hitze leicht an der Pfanne rütteln, der Fisch sollte sich nun lösen. Mit einem hitzebeständigen Pfannenwender vorsichtig unter den abgelösten Fisch gehen und in einem Zug wenden. Etwas Öl nachgießen und nochmals die gleiche Zeit in der Pfanne lassen.
Zu Fisch schmeckt viel: Kartoffeln in allen Zubereitungsformen, Reis, Gemüse.