Kulinarisches


6
Aug 06

Neuer Geschmack

Coke ZeroVor kurzem liefen am Nürnberger Hauptbahnhof an den Ampeln zwei Personen auf der Straße rum. Anfangs dachte ich, es seien Fensterscheibenputzer. Doch als sie näher kamen, war zu erkennen, dass sie an die Autofahrer irgendetwas verteilten. Kurz bevor wir wegen der grünen Ampel losfahren mussten, reichte uns eine der beiden Mädchen zwei Flaschen durch Fenster herein.

Es waren zwei 0,2-Liter Probeflaschen des neuen Produktes von Coca Cola, genannt “Coke Zero”. Da ich keine Coke-Drinker bin, hörte und sah ich diese Flaschen zum ersten Mal. Daheim dann gleich mal ausprobiert.

Coke Zero schmeckt klar nach Cola. Allerdings mit einem anderen Nachgeschmack, am ehesten noch nach Pepsi. Für den nächsten Besuch im Getränkemark merkte ich mir vor, danach zu schauen. Und mich riss es fast vom Hocker: Für sechs 0,5-Liter-Flaschen 7,99 EUR. Ein gesalzener Preis, dafür dass laut Werbung ja nix drin ist, ausser etwas Farbstoff und Kohlensäure.

Aber wenn man nach den Inhaltsstoffen geht, darf man Cola (und Pepsi und …) überhaupt nicht drinken. Und trotz des Preise und der Inhaltsstoffe wird auch diese “Geschmacksrichtung” sich verkaufen, da ja Cola genug Werbung macht und man auf Feiern doch immer nur die neueste Cola anbieten will oder vom Schlankheitswahn bessesen ist. Marktmacht durch Oligopole…


9
Jul 06

Eisig

Herrlich, bei dem Wetter einen Eiskaffee zu trinken. Under man muss nicht einmal aus dem Haus, um bei der Affenhitze zum nächsten Cafe oder zur nächsten Eisdiele zu fahren.

Benötigt werden Vanilleeis, Schlagsahne und kalter Kaffee, der am besten in der Früh gebrüht wird, um ihn dann in den Kühlschrank zu stellen. Außerdem ein großes Glas (für die Unmengen an Eis) und ein langer Löffel. Saug-Enthusiasten können sich noch einen Strohhalm gönnen.

Eiskaffe im Garten

Wichtig bei der Mischung ist, zuerst das Vanilleeis in das Glas. Vorteil 1: es passt mehr Eis hinein. Vorteil 2: leichteres Mischen möglich. Vorteil 3: Gefahr des Überlaufens sinkt. Auf das Eis folgt der Kaffee, zuletzt die Schlagsahne. Fertig.

Ach, und natürlich muss das Glas kein Guiness-Bierglas sein. ;-) Jedes andere Glas tut es auch.


16
Mrz 06

Schmausen

Gasthof Schwarzer BärGestern Abend trat ein Phänomen auf, dass sicher der ein oder andere von euch kennt. Man verspürt plötzlich einen Hunger auf etwas, was man zu 100 Prozent nicht im Hause hat. In diesem Fall war es der Glüsterer nach guter deutscher Küche. Durch den Antrieb meiner Frau probierten wir deshalb zum ersten Mal die am nächsten gelegene Gaststätte von unserer Wohnung aus.

In diesem Fall hieß das Restaurant “Gasthof Schwarzer Bär” und bietet deutsche Küche zum annehmbaren Preis. So kamen wir mit vollen Mägen und gut 30 Euro ärmer davon.

Die fränkische Hochzeitssuppe schmeckte sehr gut. Als Hauptgang wählten wir “Urgroßmutter Backhof´s Paprikaschnitzel nach Ihrem Rezept von 1896, mit Röstkartoffeln und versch. Salaten” und “Schweinelendchen vom Grill mit Champignons in Cognacrahm und
Kartoffelkroketten und versch. Salaten”. Sehr bekömmlich. Die Gaststätte selbst sehr urig eingerichtet und nicht allzu groß. Bedienungen sehr zuvorkommend und freundlich. Insgesamt war mein Hunger auf das “Spezielle” gestillt.

Übrigens: Der größte Teil der Speisekarte ist online verfügbar. Also ruhig mal vorbeischauen. Und auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind immer sehr gut frequentiert.


21
Jan 06

Gaumenfeuer

Nachdem mein Computer wieder halbwegs geht (immer noch großes *ggrrr*) und Wochenende ist, habe ich mal wieder ein gutes Rezept für euch: Gulasch.

Folgende Zutaten werden benötigt:

  • Gut 500 Gramm Gulasch (gibt es im Supermarkt bereits vorportioniert)
  • Drei Zwiebeln
  • Zwei Paprika (bevorzugt rot oder grün)
  • Drei Esslöffel Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Ceyennepfeffer, Paprikapulver, Suppengewürz
  • Etwas Olivenöl
  • Ein Lorbeerblatt und zwei Teelöffel Piment
  • 500 Milliliter Wasser

Am Schnellsten lässt sich Gulasch mit einem Schnellkochtopf zubereiten. Jedoch geht auch ein normaler Topf. Topf auf den Herd, voll aufdrehen den Herd und das Öl rein. Bis das Öl heiß ist, die drei Zwiebel kleinschneiden. Das Gulasch in den Topf und scharf anbraten (also richtig schön dunkel, je nach eigenem Belieben), dann aus dem Topf auf einen Teller oder Brett herausnehmen. Nun die Zwiebeln und noch etwas Öl in den Topf, damit den Bratenfond (das angepappte am Boden) lösen und die Zwiebel so drei Minuten glasig braten. Während die Zwiebeln vor sich hin braten, wird das Gulasch kräftig mit dem Paprikapulver bestäubt und zurück zu den mittlerweile glasigen Zwiebeln gegeben.

Nun fast den ganzen Rest hinzu. Erst das Wasser, dann die kleingeschnittenen Paprika, das Tomatenmark, das Lorbeerblatt und den Piment. Als letztes einen gestrichenen (keinen gehäuften) Teelöffel Salz hinein. Hier teilen sich nun die Wege.

Diejenigen unter euch, die einen Schnellkochtop besitzen, machen den Deckel drauf und drehen den Herd voll auf. Sobald euer Schnellkochtopf mittels eurer Anzeige signalisiert, dass der Druck hoch genug ist, den Herd auf mittlere Stufe zurückdrehen und erst jetzt auf die Uhr schauen: In 25 Minuten muss der Deckel runter.

Diejenigen, welche mit einem normalen Topf arbeiten schließen ebenfalls den Topfdeckel und lassen nun das ganze 1 1/2 Stunden unter gelegentlichen Rühren vor sich hin kochen. Die Paprika erst nach etwa einer Stunde dazugeben.

Während das Gulasch langsam weichkocht, habt ihr Zeit, eure Beilage zuzubereiten. Sobald die Zeit abgelaufen ist, Herd abdrehen und Deckel ab. Nun folgt der kreative Teil (klingt wie in einem Kochbuch, oder?): Das Abschmecken. Je nach persönlicher Schärfe-Vorliebe mit Salz, Ceyennepfeffer, Suppengewürz und normalen Pfeffer würzen. Wenn Zufriedendheit bei Geschmack erreicht ist, das Lorbeerblatt noch rausfischen und schon ist das Gulasch fertig. Die angegebene Menge reicht für zwei Personen.


14
Dez 05

Plätzchen backen

Butterplätzchen

Wer solch schöne Ergebnisse erreichen will, sich aber vor der Arbeit scheut, sollte die ganz normalen “Butterplätzchen” backen. Hier müsst ihr euch aber ein bisschen sputen, denn bis Weihnachten ist es nicht mehr lange. Für die Plätzchen benötigt ihr folgende Zutaten, als Ergebnis hat man ungefähr 80 Plätzchen. Bei dem Wunsch nach mehr, einfach die Mengen verdoppeln.

  • 80 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 4 El Milch
  • 250 g Mehl
  • 130 g Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Grand Marnier oder Amaretto
  • Puderzucker
  • Schoko- oder bunte Streusel

Die Butter in einer Schüssel weich schlagen, dann den Zucker und das Ei hinzu. Nachdem der Teig schaumig wird, den Vanillezucker, die Milch, das Mehl, das Backpulver und die Speisestärke hinzugeben und gut durchkneten. Am Besten dazu einen Stabmixer nehmen. Sobald man mit dem Durchmischen des Ganzen fertig ist, den Teig in Alufolie packen und eine Stunde in den Kühlschrank.

Nach einer Stunde den Backofen auf 180 Grad vorheinzen und ein Viertel des Teiges abschneiden und dünn auf einem Tisch oder der Küchenanrichte ausrollen. Sollte der Teig am Nudelholz kleben bleiben, etwas Mehl auf das Nudelholz geben. Nun mit den Förmchen die entsprechenden Teigstücke ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Beim Backpapier darauf achten, das dies eine glatte Fläche bietet. Denn jede Falte oder Erhebung überträgt sich auf die später festen Plätzchen. Sobald ein Blech voll ist, ab in den Ofen und acht Minuten im Ofen belassen.

Währenddie Plätzchen im Ofen sind, eventuell bereits das nächste Blech fertigmachen. Die gebackenen Plätzchen vorsichtig vom Blech heben und auskühlen lassen.

Wenn der gesamte Teig verbraucht ist, kommt die Glasur dran. In einer Kaffeetasse oder einem kleinen Schälchen ein paar Löffel des Grand Marnier oder Amarettos geben und Puderzucker dazu. Die Konsistenz sollte leicht dickflüssig sein, einfach etwas ausprobieren. Dann die ausgekühlten Plätzchen damit bestreichen und die Streusel auf den Plätzchen verteilen. Hierbei ist ein bisschen Eile gefordert, damit die Glasur nicht trocknet und die “Bestreuung” hält. Nun die Plätzchenglasur fest werden lassen und in eine mit Backpapier ausgelegte Metallbox hineinschichten. Zwei Tage mit geschlossenen Deckel ziehen lassen, dann die ersten probieren…


6
Dez 05

Das wichtigste…

… Rezept? Meiner Meinung nach: Pizza. Wichtig dabei ist, den Teig selbst zu machen. Ganz einfach. Und das dies keine Hexerei ist, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen. Ingesamt braucht ihr für die Zubereitung vom ersten Handgriff bis zur fertigen Pizza eine knappe Stunde. Die Portion reicht für zwei Personen. Folgende Zutaten werden gebraucht:

  • 300 Gramm Mehl
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Ein Würfel Hefe
  • 1/8 Liter Wasser
  • Eine kräftige Prise Salz

Das Wasser im Wasserkocher warm machen, aber nicht kochen lassen. In dem Wasser die Hefe auflösen und zu den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Dies mit den Händen durchkneten, bis ein leicht klebriger Teig entsteht, der eine feste Konsistenz aufweisen muss. Gegebenenfalls mit noch einem Löffel Olivenöl nachhelfen. Nun eine Kugel formen, diese in die Schüssel legen und die Schüssel mit einem Handtuch abgedeckt in den auf 50 Grad vorgeheizten Backofen schieben und eine halbe Stunde darin belassen. Damit der Teig nicht austrocknet, noch eine kleine Schüssel Wasser mit hineinstellen.

Die zweite wichtige Zutat ist die Tomatensoße. Hierfür benötigen wir folgende Dinge

  • Eien Dose geschälter Tomaten
  • Eine Zwiebel
  • Ein oder zwei Knoblauchzehen
  • Ein Löffel Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und Ceyennepfeffer
  • Oregano, Basilikum, Pizzagewürz (am besten frisch, getrocknete Kräuter tun es aber auch)

In einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen, dann die kleingeschnittene Zwiebel und die Knoblauchzehe(n) hinein. Die Knoblauchzehe entweder durch die Knoblauchpresse jagen oder fitzeklein schneiden. Jetzt beides für gut drei Minuten im Topf brutzeln lassen, währenddessen die Tomatendose aufmachen, die Tomaten achteln und evtl. Strünke entfernen. In den Topf geben, Deckel drauf und köcheln lassen, bis das ganze dicker wird. Dies ist ungefähr nach 20 Minuten soweit. Dann den Herd vom Topf und würzen. Die Sauce dabei ruhig schön scharf machen, diese wird durch den Belag und den Teig wieder etwas relativiert.

Mittlerweile müsste der Teig um das doppelte aufgegangen sein. Aus dem Herd nehmen und den Herd auf 250 Grad aufdrehen. Nun mit einem Nudelholz oder den Händen den Teig ziehen oder rollen und auf dem Ofenblech dünn und gleichmäßig verteilen. Ganz zum Schluss an den Rändern leichte Wülste bilden, damit evtl. Flüssigkeit nicht auf das Blech läuft. Als nächstes der Belag: die Tomatensauce auf dem ausgerollten Teig verteilen, dabei bis in die Ecken gehen. Nun kommen die von euch gewünschten Zutaten: Ob Salami, Schinken, Gemüse oder andere Zutaten, alles ist erlaubt. Als letztes jedoch der Käse. Hier kann man ein halben Block jungen Gouda nehmen und diesen reiben oder auch zwei bis drei Packungen Mozarella. Diese in dünne Scheiben schneiden und auf eurem Belag verteilen.

Sobald ihr mit dem Belegen fertig seid und der Ofen aufgeheizt ist, kommt das ganze Blech für 20 Minuten in den Ofen. Ist die Zeit abgelaufen, kurzen Blick in den Ofen werfen: Ist der Käse euren Geschmack nach braun genug, raus mit der Pizza. Ansonsten noch zwei oder drei Minuten drauflegen. Zu der Pizza passt sehr gut ein Glas Rot- oder Weißwein. Falls es Rotwein sein soll, diesen ruhig bereits bei Zubereitung des Teiges öffnen und auf der Küchenanrichte offen stehen lassen.


28
Nov 05

Avocados und deren Verwendungszweck

Bis vor längerem stand ich vor dem Gemüseregal im Supermarkt immer etwas ratlos. Denn was fange ich mit der komischen grünen Frucht mit dem großen Kern in der Mitte an, die sich “Avocado” ruft? Auf Wikpedia wird keine Verarbeitungsart genannt, die ich bisher erlebt habe.

Doch seit einiger Zeit habe ich für mich persönliche eine Zubereitungsart gefunden, die mir taugt. So bin ich großer Maischips-Fan und benötige hierzu einen Dip. Die im Handel zu kaufenden Saucen sind jedoch entweder zu mild, zu teuer und/oder riechen nicht sehr appetitlich. Deshalb bin ich darauf ausgewichen, mir aus der Avocado einen Guacamole-Dip zu machen. Die Zubereitung ist denkbar einfach, man benötigt nur folgende Zutaten:

  • Zwei Avocados
  • Zwei Tomaten
  • Eine Zwiebel
  • Ein bis zwei Knoblauchzehen
  • Zwei Löffel Olivenöl
  • Drei Löffel Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
  • Eine Prise Koriander

Als Küchengeräte benötigt man einen Mixer mit Pürierstab, ein hohes Gefäss mit einem Deckel mit herausnehmbarer Mitte (damit man nicht nach dem Pürieren die komplette Küche putzen muss) und ein großen Löffel zum umrühren und abschmecken.

So, nun schneiden man die Avocado längs mit einem Schnitt auf und dreht die beiden Hälften entgegengesetzt, bis sich diese voneinander lösen. Nun den Kern entfernen, und das weiche Innere mit dem Löffel herauslösen und ab in die Schüssel. Zwiebel und Knoblauch schälen, etwas kleinschneiden und ab in die Schüssel. Bei den Tomaten den Stil herausschneiden und etwas kleinschneiden. Richtig, danach ab in die Schüssel. Genau das gleiche mit den restlichen Zutaten. Jetzt alles pürieren und scharf abschmecken. Fertig ist euer Dip. Lässt sich auch ohne Probleme einfrieren. Guten Apettit.


25
Aug 05

Altbekanntes Bier in neuer Verpackung

Gestern gab es zum ersten endlich “Beck´s Green Lemon” im Kaufland in Erlangen. Nachdem Beck´s bereits vor meinem Urlaub überall Werbung gemacht hatte, es aber das Produkt noch nicht käuflich zu erwerben gab, war dieser Umstand gestern erledigt.

Doch schon an der Kasse die erste Überraschung: Zum Probieren hatte ich mir zwei 0,33 l Flaschen aus einem Sixpack rausgenommen. Der Kassier fragte mich nach mehrmaligen erfolglosen Scannen des Bieres, ob ich diese Flaschen wohl aus einer Komplettverpackung herausgelöst hatte.
Ja, natürlich! Was denkt der denn? Das ich von einem brandneuen Produkt ganze sechs Flaschen kaufen, wenn ich noch gar nicht weiß, ob mir das Zeug schmeckt. Tja, im Endeffekt musste ich in den sauren Apfel beißen und habe die angegebene Menge mitgenommen.

Daheim schnell in den Kühlschrank und Abends zu einer Packung Crunchips das erste Fläschchen geöffnet. Nach den ersten paar Schlucken und dem positiven Gegentest meiner Frau: Beck´s Green Lemon schmeckt wie ein stinknormales Radler mit Zitronenlimo. Vielleicht nicht ganz so süß, aber das war es auch schon. Dafür dann so einen Riesenwerberummel aufzuziehen? Gemein an solchen “Mixgetränken” ist, dass man das Bier, beziehungsweise den Alkohol nicht so schmeckt. Somit drinkt man lustig vor sich hin und merkt erst ziemlich spät, wann Schluss sein sollte (nein, bei mir blieb es gestern bei der einen Flasche!). Nun muss ich noch die restlichen fünf Flaschen aufbrauchen. Vielleicht hat ja jemand Lust und Zeit, vorbeizukommen.


4
Jul 05

Ich liebe selbstgemachte Lasagne

*ohne kommentar meinerseits*

Bild einer Lasange


16
Jun 05

Kaffee + Milch = ?

Nachdem meine Frau und ich bereits seit langer Zeit die sehr günstige (wenn nicht zu sagen: billige) Espressomaschine “Novo” von Krups unser Eigen nennen, haben wir mittlerweile unser Getränke-Repertoire erweitert.

Kurz zu unserer Maschine: Diese mahlt die Bohnen nicht selbst, dass heißt, man muss bereits gemahlenen Kaffee kaufen. Auch haben wir keinen Schnickschnack, wie Milchaufschäumer oder ähnliches dabei und sie arbeitet mit Pumpendruck. Ja, ich hätte auch gerne eine superschicke Maschine von Saeco, die auch, wenn man sie richtig behandelt, wahrscheinlich sogar meine Hemden bügelt.

Doch Kenner sagen, es kommt gar nicht so sehr auf die Maschine an, das wichtigste seien die Qualität der Bohnen. Hier haben wir nach ausführlichen Tests in der Vergangenheit festgestellt, dass das Espressopulver “Lavazza Qualità Rossa” in kleinen rot-silbern verschweißten Päckchen das wohlschmeckenste ist, mit einer guten Schaumbildung. Dieses hat zwar leider seinen Preis, das Ergebnis ist uns aber den Betrag wert.

Auch ist es ein von der Industrie verbreitetes Märchen, man könne mit den Espressomaschinen keinen Cappuccino oder Latte Machiatto machen. Denn in den beiden ist auch nichts anderes drinnen, als Espresso mit ein bisschen Milch. Wie man nun das zur Zeit sehr beliebte Kaffeegetränk Latte Machiatto mit einfachen Mittel daheim selbst macht, will ich nun beschreiben:

  • Was man benötigt: Ein etwas höheres, am besten durchsichtiges Glas (richtig, die auf dem Foto verwendeten sind von der Firma mit den großen gelben Buchstaben), Löffel mit einem längeren Stil (Tipp: nicht die teueren Latte Machiatto-Löffel kaufen, Eislöffel tun es auch), eine Espressomaschine, eine Espressotasse, eine normale Tasse und ein kleinen Quirl um Milch aufzuschäumen (gibt es ab 2,99 EUR in der Fußgängerzone), 150 ml Milch, Espresso-Pulver für eine Tasse Espresso, ein bisschen Kakaopulver und evtl. nach eigenen Vorlieben Zucker.
  • Nun lässt man eine normale Tasse Espresso durch die Maschine laufen; während diese läuft die Milch erhitzen (nicht kochen!) und gut aufschäumen, bis sie eine gewisse Festigkeit erreicht hat (es muss nicht die komplette Milch fest sein).
  • Nun die aufgeschäumte Milch in das IKEA- Latte Machiatto-Glas gießen.
  • Nun kommt der schwierigste Teil: Der Espresso muss langsam in das Glas zu der Milch gegossen werden. Hierbei wirklich Zeit lassen. Manche gießen auch den Espresso über einen Löffel, dies sollte man machen, wie man am besten zurechtkommt. Während des Eingießens wird man feststellen, dass eine farbliche Trennung im Glas sichtbar wird: Flüssige Milch ganz unten, dann der Espresso und obenauf der Milchschaum.
  • Etwas Kakao-Puder drauf, Löffel rein, fertig ist der Latte Machiatto

So, hoffe euch macht das Experimentieren (und natürlich auch das Trinken) Spaß. Mit etwas Übung hat man innerhalb weniger Minuten ein wohlschmeckendes Getränk um gelegentliche Nachmittagstiefs auszugleichen.