Spielereien


24
Apr 07

Fesselnd

In den letzten Tagen habe ich die wenige Zeit, die mir momentan zwischen Frau und Kind, Arbeit und Haushalt bleibt, genutzt, den vor kurzem erschienenen Ego-Shooter “S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl” (Produktpage) zu zocken. Und alleine an der Anzahl der Blogeinträge der letzten Woche müsste klar sein, wie gut das Game ist.

S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl

Galerie zu Stalker - ScreenshotsSaugenial. Wichtigstes Kriterium natürlich wie immer: Neuesten Patch installieren. Leider zwar mittlerweile zur gangbaren Regel geworden, aber was solls.

Am Game begeistert mich einfach alles: Die Atmosphäre der verstrahlten Umwelt, die eingestreuten Rollenspielelemente, die weitläufigen Aussenbereiche, das taktische Vorgehen der Gegner (Einkesseln, Deckung suchen, …) und der Sound mit den Sprachausgaben auf teilweise russisch. Es macht einfach Bock, Aufträge abseits der Haupthandlung zu erfüllen. Die von einigen Spielezeitschriften gerügte Grafik finde ich überhaupt nicht schlecht, sie bewegt sich im normal-guten-Feld.

Bisher habe ich noch keine großartigen Kritikpunkte finden können. Ach doch, zwei: Die Körper der erlegten Gegner bleiben ewig liegen. Und mit ewig meine ich auch wirklich: EWIG. Das wird mit der Zeit bei häufig “frequentierten” Locations etwas unübersichtlich. Und die leidliche Begrenzung meines Rucksackes. Dabei würde ich doch so gerne noch einige weitere Waffen mit mir führen, als nur zwei oder drei. In diesem Fall verlangt das Spiel dem Gamer Entscheidungen ab, ansonsten bewegt man sich ziemlich erschöpft und langsam durch das Terrain.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung


18
Jan 07

Die Macht der Steine

Lego Star Wars 2 – Die klassische Trilogie

Ha, war das ein Spaß. Eben wieder einmal eines meiner Weihnachtsgeschenke gezockt und ich muss sagen: Es macht Bock.

Wie für die meisten Leute haben die Teile vier bis sechs aus dem Star-Wars-Universum eine große Anziehungskraft. Waren wir doch alle gerade Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, als wir die Filme zum ersten Mal im Kino oder Fernsehen sahen. Und welche Geschichte spricht die verschiedenen Altersgruppen nicht mehr an, als Star Wars. Spontan fallen mir nicht sehr viele andere Geschichten ein.

Und somit war es eigentlich logisch, dass die Macher von Lego Star Wars, nach ihrem Erfolg mit dem ersten Teil im Jahre 2005, einen zweiten Teil auflegten. Und da in de ersten Folge die “neuen” Teile eins bis drei als Grundlage dienten, war auch bereits das Thema für Teil zwei klar.

Dem Spiel merkt man von Anfang an die Auslegung auf die Konsole aus. Die Steuerung ist für Joypads vorkonfiguriert und muss von solch Tastaturzockern wie mich erstmals mühsam umkonfiguriert werden. Dabei schlich sich durch Möglichkeit des Spiels mit zwei Streitern einiges an Verwirrung ein. Hier hätte ein bessere Portierung auf die PC-Bedürfnisse sicher nicht wehgetan.

Doch nach den ersten Stolpersteinen kommt man schnell ins Spiel. Startpunkt einer jeden Mission ist die Mos Eisley-Cantina. Hier wählt man aus, ob man die aus dem Film bekannte Story nachspielen will, Kapitel, die bereits erledigt wurden nochmal mit anderen Charakteren durchzuspielen oder Bonusmissionen zu zocken.

Die Story aus dem Filmen ist bekannt und man spielt sie nahezu eins zu eins nach, jedoch haben die Entwickler viele Sidekicks und witzige Situationen eingebaut. Für die während der Missionen eingesammelte Lego-Währung in Form von Legosteinen kann man sich beim Barkeeper in einer Spielpause mit Tipps oder zusätzlichen Extras versorgen.

Bei alldem merkt man, dass das Spiel von der Konsole stammt: Das Spielprinzip liegt irgendwo zwischen Arcade-Shooter und Jump´Run, die Grafiken und Texturen könnten für den PC hochauflösender sein. Auch hier hätte etwas mehr Mühe bei der Umsetzung für den PC sicherlich nicht geschadet. Neu und gebraucht gibt es das Game nicht mehr allzu teuer zum geldlichen Erwerb.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung


17
Dez 06

Performanz

Als Nachtrag zu meinem Review von “Gothic 3″ haben die Leute der Seite 3dcenter.de ein paar Tage später einen sehr interessanten Artikel online gestellt.

In diesem beleuchten Sie anhand des großen Hardwarehungers des Spieles die Auswirkung verschiedenen Systemkonfigurationen auf die Performance der Anwendung. Welchen Einfluss hat der Prozessor und die Grafikkarte?

Die genauen Messwerte und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen lest ihr im zweiseitigen Artikel. Vielleicht helfen sie ja dem einen oder anderen.


13
Dez 06

Wie sieht der deutscher Gamer aus?

Die Meldung ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem bei mir hängengeblieben: Ende Oktober wurde die von Jung von Matt, Electronic Arts und dem Spielemagazin GEE in Auftrag gegebene Studie “Spielplatz Deutschland” vorgestellt.

In dieser Studie wurde untersucht, wer und wie der Gamer von heute ist: Alter, Geschlecht, Schulbildung, was und wie lange sie spielen. Von einigen Spielern erhält man Einblick ins Wohnzimmer.

Die Studie ist dabei ansprechend in eine PDF-Datei aufbereitet worden. Eigentlich sollte die knapp 8 MB schwere Datei über www.spielplatz-deutschland.de unter Angabe des Namens und der E-Mail Adresse abrufbar sein, jedoch verlangt die Seite seit einigen Tagen ein mir unbekanntes Passwort. Jedoch ist die Studie unter anderem auf box.net noch zum Download zu finden.

Der Artikel auf spiegel.de, über den ich auf die Studie aufmerksam geworden bin, ist hier zu finden, basicthinking hat ebenfalls einen längeren Post dazu geschrieben.

Die letzte Frage, die sich stellt: Zu welcher Gruppe zähle ich mich? Früher hätte ich mich zur Gruppe der Zocker gezählt, doch heute schwanke ich irgendwo zwischen den Fantasie- und den Gewohnheitsspielern. Und ihr?


5
Dez 06

Kurz und knapp

Um auch meinen Senf zur Diskussion um das Verbot von Computerspiele beizusteuern:

Es gibt in Deutschland bereits eine (meines Erachtens) funktionierende Altersfreigabe von Spielen. Die Politik wird nicht verhindern können, dass Kinder solche Spiele trotzdem erhalten. Und hier sind die Eltern mit einer medienoffenen aber kritischen Erziehung gefordert. Und kein Verbot wird solche oder ähnliche Dinge verhindern, wie in Emsdetten passiert.

Ich habe bereits mit sechs Jahren solche Spiele gespielt. Und, habe ich schon mal jemanden umgebracht? Nicht das ich wüßte. Und warum? Weil sich meine Eltern um meine Erziehung gekümmert haben und Computer nicht das Einzige Hobby waren.

Leute, beschäftigt euch mit euren Kindern, als sie vor dem Computer mit sich selbst beschäftigen zu lassen.

Hier noch ein Zeit-Artikel zum Thema: Horror im Kinderzimmer. Der Titel klingt viel schlimmer, als der Inhalt.

P.S.: Und für mich als “Erwachsener” und “Vater” sind die USK-Einstufungen sehr hilfreich. Nicht nur für mein Kind, sondern auch für mich. Denn dann weiß ich, welche Spiele gut sind ;-) . Ihr wißt ja, wie es gemeint ist.


27
Nov 06

Zum dritten Mal ab ins Abenteuer

Gothic 3

Gothic 3Nach vier Jahre ist es endlich wieder soweit: Alle Abenteurer dieser Welt dürfen nun endlich auf das bereits in Gothic und Gothic II erwähnte Festland “Myrtana” zurückkehren, zu Orks, Scavengener, Minecrawler, Rebellen, Banditen, Wölfe, Söldner… die Liste ließe sich noch eine ganze Zeit fortsetzen.

Die Macher vom neuesten Teil, die Firma JoWooD hat das gewagte Experiment gut hingebracht: Positive Dinge, wie die deutschen Synchronstimmen, die durchdachte und spannende Story, die freie Beweglichkeit außerhalb der Hauptgeschichte. All das wurde beibehalten. Verbesserungen wurden in der Menüstruktur deutlich eingearbeitet, das Handelsmenü erscheint übersichtlich und aufgeräumt.

Und so freut man sich als Spieler, in eine bereits bekannte Welt zurück zu kommen und viele Spielstunden dort zu verbringen, Tag- und Nachtwechsel zu genießen, durch die Wälder zu streifen.

Zum Glück gehöre ich jedoch nicht zu den Leuten, das Spiel gleich nach Erscheinen gekauft zu haben: Wenn ich lese, dass vor Erscheinen des Spieles bereits ein erstes Patch für das Spiel veröffentlicht wird, könnte mir der Hut hochgehen. Würden wir dies bei uns in der Firma bei unserer Release-Planung genauso machen, dürften wir über millionenhohe Umsatzeinbußen klagen. Doch als Endverbraucher schluckt man ja mittlerweile alles.

Zurück zum Spiel: Grafisch und musikalisch hat sich nichts und doch alles geändert: Die Welt um den Spieler herum erscheint detailreich und belebt. Tiere, Pflanzen, Gebirge und Seen wirken sehr natürlich. Durch die riesige Welt, die dreifach größer ist als die bisherigen Welten aus den Teilen I und II zusammengenommen, durchwandert man ohne merkliche Ladeverzögerungen (ein aktuelle Computerkonfiguration vorausgesetzt). Wer also noch ein Spiel für die kalten Wintertage und die Weihnachtsferien sucht, hier ist es: Gothic 3

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung

P.S.: Bilder und die Demo (1 GB!) gibt es hier.


6
Nov 06

Game zum Film

Resevoir Dogs

Den gleichnamigen Film zum im August diesen Jahres erschienenen Spiel gibt es eigentlich schon seit 1992. Als Regisseur war damals der Kult-Regisseur Quentin Tarantino zu Gange.

Der Film hat einen geplatzen Diamantenraub zum Thema. Fünf Profi-Gangster, die sich fremd sind, vermuten deshalb gleich einen Maulwurf in den eigenen Reihen. Der Film wird größtenteils in Rückblenden erzählt. Dialoge sind direkt und hart, die Gewalt hoch. Deshalb lag nichts näher, als die Filmhandlung in einem Shooter in Dritter-Person-Perspektive umzusetzen.

Das größte Manko des Spieles ist, dass Filmkenner den Ausgang schon bekannt ist. Ohne zuviel zu veraten kann man sichh also im Spiel mühen wie man will, am Ende ändert man ehh nix. Das Game hält sich fast sklavisch an die Story des Filmes. In Kapiteln aufgeteilt durchlebt man mt den verschiedenen Charakteren die Handlung. Jedes Kapitel wird dann immer mit einem passenden Filmzitat eröffnet. Ziel ist es eigentlich, möglichst gewaltfrei die Kapitel zu durchstehen. Dies muss man durch die Gefangennahme von Geiseln und der Verhinderung von Alarmauslösung durch Drohungen erreichen. Das dies nicht immer gelingt ist klar. Der Spieler hat die Wahl, durch die Levels zu rushen oder sich durchzuschlängeln, jedoch ist der direkte Weg der schwerere.

Grafisch ist das Spiel nicht der Renner, die Zwischenszenen sind Stand der Technik, aber auch nicht besser. Synchronisiert ist das Spiel ordentlich. Sehr schade ist, dass die Charaktere sich alle gleich spielen. Keine speziellen Ausprägungen oder Fähigkeiten. Auch die Spieldauer mit knapp acht Stunden ist kein großer Wurf.

Ohne dem Tarantino-Film im Hintergrund würde das Game in der breiten Masse der durchschnittlichen Titeln versinken. Doch besonders für die Filmfans mag das Game einen Blick wert sein. Das auch schon meine Endwertung: Für Filmfans und Gamer, die Reservoir Dogs gespielt haben müssen, gerne.

Ein kleiner Hinweis am Ende: Diesmal habe ich leider vergessen, Screenshots zu erstellen, wer aber gerne welche sehen will, schaut mal auf Gamershell vorbei. Dort finden sich auch einige Trailer.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung


12
Okt 06

Gegen Diktatur

Just Cause

In dem neuesten Game aus dem Hause Eidos wird der Spieler in die Rolle eines amerikanischen (was den sonst?) Geheimagenten versetzt, der auf einer subtropischen Inselgruppe die örtliche Rebellengruppe beim Sturz des aktuellen Regimes behilflich sein soll.

Das Spielprinzip lässt sich mit dem der GTA-Reihe vergleichhen. Der Spieler verfolgt die Bewegungen seiner Spielfigur durch die virtuelle Inselwelt nicht in der Ego-Perspektive, sondern in der Verfolgerperspektive. Eine Hauptstory geleitet durch das Game, allerdings mit der Möglichkeit, auch frei auf der Insel herumzustreifen und diverse Nebenmissionen zu erfüllen: Über zu befreiende Dörfer, Autorennen oder Einsammeln von bestimmten Gegenständen ist die herkömmliche Palette geboten.

Grafisch und leveltechnisch wird einiges geboten. So wird der teils weite Urwald, die Höhenunterschiede durchh Berge, Täler, Vulkane und Schluchten und die Wettereffekte eindrucksvoll dargestellt. Tag- und Nachtwechsel sind vorhanden, die Unterwasserwelt wurde auch ausgeschmückt. Kleine Städte wechseln sich mit Dörfer und Industrieanlagen ab. Farblich erinnert der Urwald, die Strände und das Meer etwas an Farcry.

Der Spieler hat sämtliche Freiheiten: Schlängelt er sich mit dem Auto über staubige Straßen, heizt er mit einem Boot durch die unzähligen Lagunen oder schaut er sich mit einem leicht zu steuernden Flugzeug oder Hubschrauber das Ganze von oben an. Natürlich ist auch der Fußweg möglich, doch bei der immensen Größe der Welt, ist dies nicht empfehlenswert. Nicht umsonst haben die Spielemacher eine “Evakuierunsoption” und einen “Fahrzeug-Abwurf”eingebaut, bei dem ein Hubschrauber den Spieler abholt, beziehungsweise ein Motorrad abwirft.

Doch wo so viel Licht ist, ist auch Schatten: Die Kollisionsabfrage bei schneller Fahrt ist häufig daneben: Wieso kann ich durch gewisse Objekte oder Personen wie durch Butter fahren, bei anderen Dingen bleibe ich an einem kleinen Bushalteschildchen hängen? Warum werde ich ständig angefahren und sterbe dabei leider. Tipp: Immer dreimal schauen, bevor man einfach so eine Straße überquert. Auch die Empfindlichkeit der Fahrphysik der einzelnen Fortbewegungsmittel ist zwar unterschiedlich abgestuft, jedoch generell zu empfindlich.

Auch die Missionen bieten, trotz Zufallsgenerierung, häufig den gleichen Inhalt. Die Hauptstory ist leider, wie in letzter Zeit so häufig bei solchen Riesengames mit Bewegungsfreiheit, schnell durchgespielt.

So bleibt ein Game, das viel Laune macht, aber sich mit einigen größeren Mankos. Hat man sich mit diesen abgefunden, erlebt man einige Stunde Spielspaß, mit Nebenmissionen noch mehr. Ein Demo mit knapp 570 MB steht zum Download bereit, in der DVD-Version gibt es das Spiel käuflich zu erwerben.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung


19
Sep 06

Game-Review

Bad Day L.A.

Puh, heute muss ich eine deutliche Warnung für ein Game aussprechen. Nämlich für “Bad Day L.A.”. Alles an dem Game ist wäre zu verbessern.

Fangen wir mit der Grafik an: Diese ist in Anlehnung an das 2003 erschiene Computerspiel “XIII” im comichaften Stil gehalten. Die Farben sind kräftig, die Objekte mit einem dicken schwarzen Strich umrandet. Doch dies reicht drei Jahre später nicht mehr aus, um einen Gamer hinter dem Ofen hervorzulocken. Hier erwarte ich Antialiasing und anisotropisch Filter. Auch kann es nicht angehen, dass keine Anpassung der Bildschirmauflösung möglich ist. Die Hintergründe wirken leblos, manche Grafiken wirken falsch gescalled oder fehl am Platz.

Galerie Screenshot Bad Day L.A.Auch die Installation fällt negativ auf: Warum muss für ein Spiel erst unabhängig vom eigentlich Installationsprozess ein Videocodec und ein Videospieler mit installiertert werden? Und natürlich werden die zwei unter Missmut installierten Komponenten bei Deinstallation des Spieles nicht mit entfernt. So etwas kann nicht angehen.

Wer sich die Story ausgedacht hat, der muss beim Zappen durch das Fernseheprogramm das Storyboard geschrieben haben. Erst stürzt ein mit Chemikalien beladenes Flugzeug ab. Dann werden Menschhen durch die Chemikalien zu Zombies (welche, oh Wunder, durch das Einnebeln mit einem Feuerlöscher geheilt werden können) und Terroristen überfallen die Stadt. Ein Erdbeben rundet die in sich ruhende Geschichte ab.

Auch der Einfallsreichtum bei der Missionsgestaltung ist nicht besonders hoch. Simple Jump-and-Run-Einlagen wechseln sich mit einfach gestrickten Rettungsmissionen ab. Spielerisch ist man in gut vier Stunden mit dem Spiel durch.

Die auf bewußt witzig getrimmten Szenen und Dialoge kommen leider nicht an: Geschmacklose Äußerungen, brennende Kinder und als Rugby-Bälle geworfene Babies entsprechen nicht unbedingt dem handelsüblichen Geschmack.

Wer nun trotz meiner Wertung sich das Ganze antun will, kann sich hier die Demo herunterladen oder auf Amazon das Spiel für wenig Geld käuflich erwerben.

Meine Empfehlung: Filmempfehlung


25
Aug 06

Tödlich

Hitman – Blood Money

Schöner Titel, noch schöneres Spiel. Aufgrund der USK-Einstufung “keine Jugendfreigabe” habe ich erstmal ein wenig Aufwand auf mich nehmen müssen, um das Spiel zu einem fairen Preis zu erwerben.

Dann endlich, nach ein paar Tagen des Wartens, hatte ich die neuesten Abenteuer von Hitman in der Hand. Interessant an der Spielreihe ist, dass trotz durchgehender fehlender Jugendfreigabe der vier bisher erschienenen Spiele, der Erfolg vorhanden, beziehungsweise ungebrochen ist.

Der Spieler wird gleich zu Anfang ins Geschehen geworfen. Das Tutorial ist nahtlos in die erste Mission eingefügt. Somit entfällt für Anfänger das meist nervige, für Profis das überflüssige Tutorial am Beginn und ich fand mich auch gleich wieder in die Spielewelt der Assassinen hinein.

Schleichen ist auch beim vierten Teil wieder erste Priorität. Zwar wäre auch der Griff zu einem Maschinengewehr eine Lösung, jedoch wird damit die Erkennungsgefahr von Mission zu Mission höher, die Bezahlung geringer und die Schwierigkeit, die Mission lebend zu beenden, höher. Denn zum Ende einer Mission steht die Abrechnung, bei der die Lautlosigkeit, das Gewaltpotenzial und die erweckte Aufmerksamkeit von unbeteiligten oder Sicherheitskräfte mit einfließt.

Grafisch zeigt zich die neuste Version von ein schön überarbeiteten Seite: Lichtspiele, weite und detailreiche Schauplätze und viele NPC´s, was wünscht sich der Spieler mehr? Die Musik hält sich angenehm im Hintergrund und auch die Spannung während der Mission bleibt die ganze Zeit über bestehen. Meint man sich sicher, wird plötzlich in einem Splitt-Screen gezeigt, wie ein Wächter eine nicht ordentlich versteckte Leiche findet. Mist, und das gerade, als man gut verkleidet munter durch eine Schar Gegner schlendert.

Dringend empfohlen sei die Installation des aktuellen Patches, der zur Zeit in einer Version 1.2 vorliegt und einige nervige Fehler fixt.

Die vier vorhandenen Schwierigkeitstufen sind gut ausbalanciert und werden durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Savegames, der Aufmerksamkeit der Wachen und Zivilisten und der verfügbaren “Werkzeuge” bestimmt. Auch interessant: Für jede Mission kann man den Schwierigkeitsgrad neu wählen und bereits durchgespielte Missionen lassen sich jederzeit nochmals spielen. Diesmal etwa doch ohne einen einzigen Schuss abzugegeben? Oder vielleicht mal das komplette, mit der Zeit aufgestockte Waffenarsenal, ausprobieren.

Wichtig, um eine Mission so richtig zu genießen, sind zwei Stunden Zeit und ein etwas abgedunkelter Raum, denn trotz hellem LCD-Display sind viele dunkle Ecken Weggefährten unseres Profikillers und ein virtueller Griff zum Lichtschalter hilft oft ungemein.

Wer sich nicht den Aufwand einer günstigen Bestellung über Umwege sparen will, findet “Hitman: Blood Money” auch bei amazon.

Meine Empfehlung: Filmempfehlung