Gestern war ich auf dem Konzert von Scala & Kolacny Brothers in der kleinen Meistersingerhalle in Nürnberg. Während des Konzertes ist mir aufgefallen, dass dies die erste Veranstaltung seit Monaten ist, wo ich keinen großen Foto dabei hatte. Nicht dass ich es nicht gewollt hätte.
Schon frühzeitig, im November 2010 fragte ich bei der Pressestelle des belgischen Mädchenchors an, ob ich eventuell als gegenseitige Win-Win-Situation deren Konzert bildlich begleiten dürfe. Leider sind meine beiden E-Mail bis heute unbeantwortet geblieben. Deshalb entschied ich mich auch bewußt, nur das eh in der Tasche befindliche iPhone für einige Schnappschüsse zu nutzen.

Scala in concert
Warum bietet eigentlich Apple nicht auch an, das RAW-Format der internen Kamera zu bekomme? Das wäre doch mal was! Ich jedenfalls hätte es mir sehr gewünscht, schaue ich mir das Rauschen dieser kleinen Kamera an.
Was auch nicht schlecht gewesen wäre die neue Fuji X100. Zwar bin ich kein großer Anhänger der Kompaktkamera-Klasse, diese Kamera könnte das jedoch ändern. Der New Yorker Hochzeitsfotograf Ryan Brenizer hat einen interessanten Test zu der Kamera geschrieben (englisch).

Scala in concert
Auch gespannt bin ich auf die Bilder und den Bericht der Nürnberger Nachrichten. Als Fotografen habe ich Günter Distler gesehen, dieser fotografierte mit einer Nikon D700 und anfangs mit einem 85mm. Allerdings hatte er einen Platz in der vierten Reihe, recht weit außen links, wohingegen ich in der dritten Reihe mittig saß. Später wechselte er auf eine Telezoom-Linse, sah aus wie ein altes 70-200mm. Wobei “später” heißt beim dritten Lied – danach war er weg. Bin echt neugierig, was er in seinem Artikel schreibt, das wesentliche geschah meiner Meinung erst in den zwei weiteren Drittel des Konzertes. Oder war ein extra Schreiberling die ganze Zeit anwesend? Mal sehen.

Scala in concert
Jedenfalls ein sehr gelungenes Konzert. Ausleuchtungstechnisch zwar nicht gerade toll, die Licht kamen von direkt oben über den Sängerinnen und hinter ihnen, um die Konturen der Mädchen zu beleuchten – nicht gerade schmeichelhaft für die Gesichter und Figuren. Aber gesangstechnisch sind Scala die Wucht. Zwar arbeiten sie immer wieder mit Audio-Effekten, sie übertreiben es aber zum Glück nicht. Deutsche Lieder wechselten sich mit englischen Liedern ab, viele mit Klavierbegleitung. Einige andere wirkten eher wie Techno-Songs oder wie ruhige A-Capella Stücke. Und die beiden Kolacny-Brüder scheinen sehr nett: sie reden viel mit dem Publikum, meist auf Deutsch und waren gestern sehr locker drauf.
Das durfte auch nicht schwierig gewesen sein, war doch der Saal bis auf den letzten Platz besetzt und nach vier Zugaben und zweimal Standing Ovations ging es nach Hause.