Mit dem gestrigen Tag habe ich meinen Versuchsballon, in die tagesaktuelle Reportagefotografie reinzuschnuppern, vorerst beendet. Nach nur dreieinhalb Monate habe ich festgestellt, dass zwar das eigentliche Fotografieren von meist sehr interessanten und teilweise extremen Tagesgeschehnissen, unter Zeitdruck und mit viel Adrenalin im Blut sehr Spaß macht und herausfordernd ist. Aber leider passt das Drumherum nicht, es sind zwei große Punkte, die mich zum Aufhören bewegt haben:
- das ständige Habachtstehen und plötzlich mehrere Stunden Fotografieren ist mit (m)einem Familienleben mit drei Kindern nur sehr schwer zu vereinbaren
- die Verdienstmöglichkeiten in Beziehung gesetzt mit dem Stress stimmten für mich persönlich nicht
Ich muss ausdrücklich dazu sagen, dass diese beiden genannten Punkte nichts mit der Agentur zu tun hatten, mit der ich zusammenarbeitete – diese waren sehr nett, kompetent und ein gutes Team. Gerne hätte ich von fotografischer Sicht weitergemacht, aber es gehört auch dazu, Projekte, die nicht zu einem dazu passen, wieder abgeben zu können oder sie sterben lassen.
So auch, nur kurz nebenbei, ein Tag vorher geschehen mit meinem monatlich stattfindendem freien Unternehmensnetzwerk: bei den stark wechselnden Teilnehmern war nach zwei Jahren die Luft draußen. Nach kurzen Überlegungen mit der Mitgründerin des Netzwerkes beendeten wir dieses ebenfalls.
Abschließen möchte ich das Reportage-Thema vorerst mit einigen Bildern der letzten Einsätze, die ich gefahren bin.










